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24.9.2012   |   Allgemein

Keine Militärwerbung bei Kindern: Bundeswehr und Bravo werben für Abenteuercamps – Protestaktion


terre des hommes fordert Einstellung der Werbekampagne von Bundeswehr und Bravo

Osnabrück, 13.09.2012 – Mit einer fragwürdigen Kampagne wirbt die Bundeswehr bei Jugendlichen um Rekruten. Mädchen und Jungen ab 16 Jahren können sich für das »BW-Adventure Camp« auf Sardinien oder in den Alpen bewerben. Partner ist das Jugendmedium Bravo.

terre des hommes fordert vom Verteidigungsministerium und der Zeitschrift Bravo, die Werbung sofort einzustellen und die »Abenteuer-Camps« künftig nicht mehr durchzuführen.

»Diese Form der Werbung ist absolut inakzeptabel. Mit Bildern und Slogans wie Coole Beach-Partys, crazy Strandspielen und jede Menge Fun suggeriert die Werbung, dass es sich bei der Bundeswehr um einen Abenteuerausflug handelt«, so Ralf Willinger, Kinderrechtsexperte bei terre des hommes. Die Werbung für das »BW-Adventure Camp« wird unter anderem auf Bravo WebTV und Bravo Sport.de beworben. Die Zielgruppe der Bravo ist zwischen zehn und 19 Jahren alt. »Diese irreführende Reklame in Jugendmedien verletzt die Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention und die besonderen Schutzpflichten des Staates gegenüber Kindern«, so Ralf Willinger. »Nach Artikel 3 des Zusatzprotokolls der Kinderrechtskonvention dürfen Minderjährige grundsätzlich nicht für den Militärdienst angeworben werden. Ausnahmen sind nur bei fast Volljährigen unter Einhaltung strenger Schutzmaßnahmen erlaubt. Und nach Artikel 29 müssen Kinder zu Frieden, Toleranz und Völkerverständigung erzogen werden.«

terre des hommes fordert deshalb, dass sich die Bundeswehr bei ihrer Nachwuchswerbung auf Erwachsene beschränkt. Kinder und Jugendliche sind leicht beeinflussbar und können kaum einschätzen, was eine Verpflichtung und die damit verbundenen Auslandseinsätze für sie bedeuten können – schon gar nicht, wenn sie irreführend informiert werden. Dass Soldaten bei Kriegseinsätzen hohen Risiken ausgesetzt sind und dabei unter Umständen Menschen töten müssen, wird in den Werbekampagnen der Bundeswehr nicht thematisiert.

terre des hommes hat eine Protestaktion gegen Militärwerbung bei Kindern gestartet: www.tdh.de/protestaktion

 

Protestaktion gegen Kinderwerbung der Bundeswehr findet große Resonanz

Bundeswehr und Bravo werben für Abenteuercamps

Osnabrück, 21.09.2012 – Offenbar als Reaktion auf die terre des hommes-Protestaktion im Internet und auf kritische Medienberichte haben die Bundeswehr und auch der Kooperationspartner Bravo die Kommentarfunktion zum umstrittenen Werbespot auf YouTube deaktiviert. Der Spot ist allerdings weiter zu sehen.

»Nicht die Kritik im Internet, sondern die  fragwürdige Kampagne selbst sollte abgeschaltet werden«, sagte Ralf Willinger, Kinderrechtsexperte bei terre des hommes. Dies bestätigen auch die Reaktionen besorgter Eltern und aufgebrachter Schüler.

Auf Nachfrage erklärte die Bundeswehr verschiedenen Medien, dass die Abenteuercamps für Jugendliche ab 16 Jahre, die mit Slogans wie coole Beachparty und crazy Strandspiele beworben werden, ein realistisches Bild vom Militärdienst vermittelten. Nach eigenen Aussagen der Bundeswehr werden für diese Kinder-Werbeaktion rund 200.000 Euro ausgegeben. terre des hommes fordert demgegenüber, dass diese Steuermittel für Friedenserziehung eingesetzt werden. »Diese irreführende Reklame in Jugendmedien verletzt die Prinzipien der von der Bundesrepublik ratifizierten UN-Kinderrechtskonvention«, so Ralf Willinger. Die Bundeswehr rekrutiert jedes Jahr etwa 1.000 17-jährige Jungen und Mädchen. Deutschland wurde deswegen schon mehrfach von verschiedenen UN-Organen wie dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes aufgefordert, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben, wie es die große Mehrheit aller Staaten bereits getan hat.

Die Protestaktion von terre des hommes ist zu finden unter www.tdh.de/protestaktion.

Das internationale Kinderhilfswerk setzt sich mit Projekten und politischer Arbeit seit mehr als vier Jahrzehnten für den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Kriegen und bewaffneten Konflikten und für Friedenserziehung ein.

 




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