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01.9.2012   |   Verbraucher

Schutz vor Datenspionage am Smartphone – Neues Informationsangebot

Den Startschuss für ein neues Informationsangebot zur Sicherheit von Smartphones und Tablets gaben heute Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff, der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Edgar Wagner und der Vorstand der Verbraucherzentrale Ulrike von der Lühe. Die weit verbreiteten Geräte und die für sie angebotenen Programme (Apps) sind nützlich. Sie halten aber auch Tücken parat, die sehr viele Nutzer nicht kennen oder mit denen sie nicht umzugehen wissen. Denn die Wenigsten würden einem Dritten ihr Handy zum Auslesen überlassen oder intime private Details, Kontaktdaten, Termine oder Informationen über ihr Kommunikations- und Nutzungsverhalten mitteilen – schon gar nicht zu kommerziellen Zwecken. Gerätehersteller und Anbieter von Apps können aber gerade wegen eines unzureichenden Schutzes oft an diese Daten gelangen.

„Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen transparente Informationen, wer welche Daten zu welchem Zweck erhebt, und Sicherheit durch technische Voreinstellungen“, so Verbraucherschutzminister Hartloff. „Mit unserem Informationsangebot möchten wir auch Wege aufzeigen, wie man sich vor ungewollten Datenübertragungen schützen kann.“

„Immer noch glauben zu viele Nutzer, dass der Schutz auf ihrem Smartphone oder Tablet dem auf ihrem heimischen PC entspricht“, so der Landesdatenschutzbeauftragte Edgar Wagner. „Es ist wichtig, dass hier zum Schutz der persönlichen Daten gesetzliche Vorgaben geschaffen und Aufklärungshilfen geleistet werden, damit Nutzer wirklich selbst über den Umgang mit ihren Daten entscheiden können.“ Daher bieten Verbraucherschutzministerium, Verbraucherzentrale und der Landesdatenschutzbeauftragte nun unter dem gemeinsam erstellten Internet-Portal www.mjv.rlp.de/smartphones aktuelle Informationen und eine Checkliste zum Schutz von persönlichen Daten an. Ergänzt wird das Angebot durch ein neues Faltblatt mit Erläuterungen und Tipps.

Eine einfache Sicherheit lässt sich wohl derzeit nur über die Hersteller und Diensteanbieter erreichen. „Diese müssen dafür sorgen, dass ihre Produkte nur so viele Daten wie nötig erheben und verarbeiten“, so Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale. „Wer eine Profilbildung nicht wünscht, muss sich mit komplizierten Einstellungsmöglichkeiten am Gerät auseinandersetzen.“ Um zu erfahren, welche Daten gesammelt und wie diese genutzt werden, müssen die Nutzer seitenlange Datenschutzbestimmungen durcharbeiten. Nicht immer lässt sich die Datenspionage am Gerät durch Einstellungen vollständig eindämmen.

Unter dem Titel „Smartphones und Apps – Die Spione in der Hosen-tasche“ zeigen Internet-Portal und Faltblatt die zahlreichen Möglichkeiten auf, wie Informationen über unseren Alltag an unbekannte Dritte gelangen können, teilweise ohne Wissen oder Einwilligung der Betroffenen.

Das neue Faltblatt liegt kostenlos in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, beim Datenschutzbeauftragten und im Verbraucherschutzministerium zum Mitnehmen bereit. Postversand erfolgt gegen Einsendung von 55 Cent in Briefmarken durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Versand, Postfach 41 07 in 55 031 Mainz.

PDF: [Download nicht gefunden.]

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.
www.verbraucherzentrale-rlp.de




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