CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

31.8.2012   |   Produkttests

ÖKO-TEST Glyphosat in Getreideprodukten – Die tägliche Ration Spritzmittelgift


ÖKO-TEST findet in 14 von 20 Proben Rückstände

Rückstände von Glyphosat, auch bekannt unter dem Namen Roundup, sind häufiger in Getreideprodukten nachweisbar als bislang bekannt. Das zeigt eine Untersuchung des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST. Von 20 Proben Weizenmehl, Haferflocken und Brötchen, die im Labor untersucht wurden, waren fast drei Viertel belastet. Glyphosat ist ein Unkrautvernichtungsmittel und weltweit das meist verkaufte Pflanzengift.

Lange Zeit galt das Spritzmittel als unbedenklich. Nun mehren sich jedoch Hinweise, dass es nicht so harmlos ist. Eine französische Studie wies nach, dass bereits geringe Mengen von Roundup ausreichen, um menschliche Zellkulturen zu schädigen. In einer argentinischen Untersuchung führte Glyphosat zu Missbildungen bei Tierembryonen. Umso schockierender ist, dass das Mittel noch kurz vor der Ernte zum Einsatz kommen darf. Schier unglaublich ist der Grund für die Giftdusche. Das Getreide stirbt ab und trocknet gleichmäßig. Auch Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Ölsaaten dürfen auf diese Weise behandelt werden.

Da ist es kaum verwunderlich, dass ÖKO-TEST in 14 von 20 Proben Rückstände gefunden hat.

Betroffen sind nicht nur Mehl und Haferflocken, sondern auch Brötchen. Das zeigt, dass das Herbizid bei Backtemperaturen stabil bleibt – was bislang als unwahrscheinlich galt. Da Getreideprodukte als Grundnahrungsmittel jeden Tag in größeren Mengen gegessen werden, nehmen Verbraucher täglich Glyphosat auf. Es erstaunt daher kaum, dass das Spritzgift auch im menschlichen Urin nachgewiesen werden konnte. Wer diese Pestizidbelastung vermeiden möchte, sollte nach Empfehlung von ÖKO-TEST pflanzliche Öko-Lebensmittel kaufen. Denn im Bio-Anbau sind Glyphosat und andere chemisch-synthetischen Spritzmittel nicht erlaubt.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2012 gibt es seit dem 31. August 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Öko-Test Magazin 
ist ein deutschsprachiges Verbraucher-Magazin mit einem Schwerpunkt auf ökologischen Themen. Öko-Test lässt monatlich bis zu 1.000 Produkte von unabhängigen Laboren untersuchen. Die Palette der getesteten Produkte umfasst grundsätzlich alles, was man zum Leben braucht.

Die Zeitschrift Öko-Test Magazin gibt es seit April 1985. Weiter erscheinen im Verlag mehrmals jährlich Öko-Test Kompakt, Öko-Test Ratgeber, Öko-Test Spezial, Öko-Test Kompass sowie die Öko-Test Jahrbücher. Öko-Test unterhält eine Website, auf der alle Testergebnisse seit Anfang 1992 abrufbar sind. Aktuelle Ergebnisse kosten zwischen 0 Cent und 4,00 Euro.

 




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse