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17.8.2012   |   Freizeit und Urlaub - Kindersicherheit

Hitze im Auto kann für Kleinkinder lebensgefährlich sein


Wer ein Kind oder auch ein Tier bei brütender Hitze in einem Auto entdeckt, muss Zivilcourage beweisen und handeln.

Mit den derzeit herrschenden Temperaturen in Richtung der 30-Grad-Marke wird es vor allem in Autos sehr schnell sehr heiß. „Damit wird es in parkenden Autos wieder sehr heiß. Speziell wenn der Wagen in der prallen Sonne steht, steigen die Innenraumtemperaturen schnell an“, so ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

Wenn es sehr heiß ist, lässt die Konzentration nach. Das kann nicht nur während der Fahrt fatale Folgen haben. „Leider kommt es gerade im Sommer immer wieder vor, dass Kinder in brütend heißen Autos alleine gelassen oder gar vergessen werden“, warnt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. „Das ist sehr gefährlich. Bereits wenige Minuten in einem in der Sonne abgestellten Fahrzeug können ausreichen, damit ein Kleinkind oder Baby kollabiert.“
 
Ende Juli 2012 ereignete sich in Brüssel ein solch tragischer Fall: Ein sechs Monate altes Mädchen starb, nachdem es für mehrere Stunden auf dem Rücksitz eines sich immer weiter aufheizenden Autos vergessen wurde.

 
Damit derartige Tragödien so weit wie möglich vermieden werden können, ist jeder einzelne gefordert. „Wer ein Kind oder auch ein Tier bei brütender Hitze in einem Auto entdeckt, muss Zivilcourage beweisen und handeln. Dazu am besten das nähere Umfeld des Fahrzeuges kurz überprüfen und wenn möglich das Kennzeichen ausrufen lassen“, so der Appell der ÖAMTC-Expertin. „Wenn das alles nichts hilft, besser zu früh als zu spät einen Notruf absetzen.“
 
 
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Der Kindersitz wird im Sommer zum „heißen Stuhl“

Verletzungsgefahr für Kinder besteht in heißen Fahrzeugen aber schon beim Einsteigen. „Dunkle Kunststoffbezüge von Kindersitzen können bis zu 70 Grad heiß werden, wenn die Sonne direkt in das geparkte Auto brennt“, hält ÖAMTC-Techniker Kerbl fest. „Allein schon deshalb sollte man nach Möglichkeit immer einen schattigen Parkplatz finden.“ Wenn das nicht gelingt, kann man zumindest ein helles Tuch über den Sitz legen, damit er nicht direkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Ist das Tuch auch noch angefeuchtet, verbessert das den Kühleffekt zusätzlich.

Für den Kindersitzkauf hat der ÖAMTC-Experte einen Tipp: „Man sollte darauf achten, dass der Stoffbezug den gesamten Sitzbereich bedeckt. So muss das Kind nicht direkt auf Plastikteilen sitzen, die viel schneller heiß werden.“ Helle Stoffe erwärmen sich übrigens nicht so rasch wie dunkle Bezüge. Selbst „basteln“ sollte man einen Schonbezug allerdings nicht. „Jede Veränderung kann die Sicherheit des Kindes beeinträchtigen. Beispielsweise weil die Gurtführung nicht mehr passt oder der Bezug weniger Halt bietet“, stellt der ÖAMTC-Techniker klar.
 

ÖAMTC-Expertentipps für die sommerliche Autofahrt mit Kindern

Kinder leiden aber auch während der Fahrt mehr unter der Hitze als Jugendliche oder Erwachsene. ÖAMTC-Verkehrspsychologin Seidenberger kennt einige Gegenmaßnahmen, die das Autofahren im Sommer für die Kleinen erträglicher machen: 

* Mit der richtigen Bekleidung kann man Kindern die Fahrt angenehmer gestalten. Leichte und dünne Baumwollkleidung ist eine gute Wahl. 

* Unbedingt genügend Getränke für Kinder an Bord haben. 

* Gegen direkte Sonnenbestrahlung von der Seite hilft eine Sonnenblende mit Saugknöpfen für die Scheibe. Wichtig: Die hinteren Fenster sollten geschlossen bleiben und auch die Luftdüsen nicht direkt auf den Körper gerichtet werden, sonst droht eine Erkältung. 

* Wird das Kind unruhig, ist das meist ein Zeichen dafür, dass es Zeit wird, eine Pause einzulegen.




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