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15.8.2012   |   TV-Tipps - Verbraucher

TV-Tipp: Altkleidersammlungen – Die Masche mit den alten Kleidern


ZDF-Umweltreihe „planet e.“ zeigt, was mit ausrangierten Textilien wirklich passiert

Über eine Million Tonnen Textilien werfen die Deutschen jedes Jahr weg. Das meiste landet allerdings nicht im Müll, sondern in der Altkleidersammlung – immerhin 750 000 Tonnen jährlich. Was mit den Sachen geschieht, ist undurchsichtig. In dem Film „Die Masche mit den alten Kleidern“, der am Sonntag, 19. August 2012, 13.30 Uhr, in der ZDF-Umweltreihe „planet.e“ zu sehen ist, zeigt Autorin Angela Scheele, was tatsächlich mit ausrangierten Textilien passiert und wie man dem Altkleider-Wahnsinn entkommen kann.

Die Masche mit den alten Kleidern

Sonntag, 19. August 2012, 13.30 Uhr

ZDF-Umweltreihe „planet.e“

Schnell wird klar: Nur ein kleiner Teil der gespendeten Sachen geht an Kleiderkammern oder andere soziale Projekte, da der Bedarf zu gering ist. Wohlfahrtsorganisationen wie das Rote Kreuz sammeln in der Regel nicht selber, sondern verkaufen ihre Sammel-Lizenz an gewerbliche Unternehmen, die den karitativen Organisationen Kilopreise für die gesammelte Ware zahlen. Von dem Erlös finanzieren die Wohlfahrtsverbände ihre sozialen Projekte.

Im Sortierbetrieb angekommen, wird die Kleiderspende zum globalen Wirtschaftsgut – von Wohltätigkeit keine Spur mehr: Fast die Hälfte der Klamotten kommt in den Verkauf. In Deutschland interessiert das aber kaum jemanden – zu Ballen gepresst und in Säcken verstaut gehen die Altkleider nach Afrika und immer häufiger auch nach Osteuropa, wo viele Menschen sich neue Sachen kaum leisten können und ausrangierte Markenklamotten für wenige Euro neue Liebhaber finden.

Was selbst in weit entfernten Second Hand Shops nicht mehr verkauft werden kann, findet ebenfalls Verwendung: Als Putzkappen, Dämmschutz auf dem Dach oder auch als Automatten sind recycelte Altkleider sehr beliebt. Fast alles, was in die Tonnen geworfen wird, kann noch anderweitig gebraucht werden.

Der Film zeigt aber auch Möglichkeiten auf, Ressourcen zu sparen und Kleiderberge zu reduzieren. Denn allein für die Produktion eines T-Shirts werden hunderte Liter Wasser und jede Menge giftige Chemikalien benötigt.

Quelle: ZDF – www.zdf.de

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