Baby: Wechsel vom Stillen zum Fläschchen erst einmal „trainieren“

Wollen Eltern ihrem sonst voll gestillten Baby auch einmal ein Fläschchen mit abgepumpter Muttermilch geben, z.B. um einen Babysitter engagieren zu können, sollte sich das Baby erst einmal spielerisch daran gewöhnen. „Ein günstiges Alter dafür sind mindestens vier bis sechs Lebenswochen, um zukünftige Stillprobleme zu vermeiden.

Zu lange warten sollten Betreuer allerdings auch nicht, denn dann wird das Risiko umso größer, dass das Baby die Flasche ablehnt“, empfiehlt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. Zum Üben reicht es, dem Baby die Flasche zunächst über zwei Wochen lang zweimal in der Woche probieren zu lassen. Auch Väter, Großmütter oder Babysitter können als „Fläschchentrainer“ fungieren. Manche Babys empfinden es als angenehm, wenn der Aufsatz vorgewärmt ist, z.B. unter einem Wasserhahn, da dies an die Brustwarze der Mutter erinnert.

Günstig sind zu Beginn meist Fläschchen mit einem mittleren Aufsatz, einem langen Nuckel und langsamen Fluss.“Idealerweise dauert das Füttern mit dem Fläschchen genauso lange wie das Stillen, d.h. zehn bis 30 Minuten, je nach Alter des Babys. Ein Tropfen in der Sekunde ist das richtige Tempo für die meisten Kinder. Dies lässt sich gut anhand eines umgedrehten vollen Fläschchens z.B. über dem Wasch- oder Spülbecken überprüfen“, rät Dr. Niehaus.

Wenn die Nahrung zu langsam fließt, reagiert das Baby häufig frustriert. Dann kann es helfen, die Öffnung mit einer heißen Nadel zu weiten oder einen Sauger mit einer schnelleren Fließgeschwindigkeit zu kaufen. Läuft die Milch aber zu schnell aus der Flasche, dann zeigt das Baby häufig einen panischen Ausdruck, hustet und verschluckt sich, und Milch kann aus seinem Mund rinnen.

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.
www.kinderaerzte-im-netz.de

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