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06.8.2012   |   Schwangerschaft & Baby

Missdeutete Krämpfe – Dreimonatskoliken beruhen neuen Erkenntnissen zufolge nicht auf Bauchschmerzen

Bild: CleanKids

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Wenn Babys zwischen der dritten und zwölften Lebenswoche besonders viel schreien und schwer zu beruhigen sind, wurden bisher meist „Dreimonatskoliken“ dafür verantwortlich gemacht.

Aber nicht Blähungen und Bauchschmerzen sind der Grund, sondern Regulationsstörungen des Gehirns, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Die Babys seien von den vielen neuen Eindrücken überfordert und könnten auf die Reize nicht angemessen reagieren. „Sie sind noch nicht fähig, sich selbst zu beruhigen“, erklärt Dr. med. Ulrich Fegeler, Kinderarzt und Bundespressesprecher im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Der Bauch kann allerdings als Folge des Schreiens beteiligt sein: Das Kind schluckt dabei viel Luft, die ihm zusätzlich Bauchschmerzen bereitet.

Apothekenmagazin „BABY und Familie“
www.baby-und-familie.de

 

Schreibaby (Regulationsstörung, veraltet: Dreimonatskoliken)

Einige Babys schreien besonders viel – insbesondere in den frühen Abendstunden. Diese Kinder sind auch als Schreibabys bekannt. Früher dachte man, dass die Luft im Bauch die Ursache für das Schreien sei, weil sie Bauchschmerzen und Blähungen verursacht, und sprach deshalb auch von Dreimonatskoliken. Heute weiß man aber, dass die Luft im Bauch die Folge des Luftschluckens während des Schreiens ist. Therapien wie Entblähen, Tees etc. helfen daher nicht. Eine Bauchmassage kann lindernd wirken, da sie das Baby entspannt. Da diese Kinder noch nicht wie ihre Altersgenossen gelernt haben, sich selbst zu beruhigen, zählen Experten dieses Verhalten zu den „Regulationsstörungen“. Unter diesen Begriff fallen auch Schlaf- und Fütterstörungen des Babys.

Bis zum 3. Lebensmonat schreien etwa 16% der Babys in Deutschland exzessiv, zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat sinkt die Rate auf 6%, und nach dem 6. Lebensmonat schreien noch 2,5% der Babys ungewöhnlich viel. Alle anderen Babys schreien durchschnittlich etwa 30 Minuten pro Tag, wenn sie hungrig oder müde sind.

Als Schreibaby gilt ein Säugling, der täglich mehr als drei Stunden an mindestens drei Tagen der Woche über mehr als drei Wochen aus unerklärlichen Gründen schreit und sich kaum beruhigen lässt. Das Schreien tritt oft plötzlich auf, wenn sich das Baby kurz zuvor noch anscheinend wohl gefühlt hat. Meist beginnt die „Schreibabykarriere“ mit einem Alter von zwei Wochen. Bevorzugt treten die Schreiattacken nachmittags und in der ersten Nachthälfte auf. Die Babys ballen dabei meist die Fäuste zusammen und ziehen die Beine an. Durch das viele Schreien gelangt viel Luft in den Bauch, so dass dieser „(auf-) gebläht“ wird.

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.
www.kinderaerzte-im-netz.de

 

Wikipedia: Regulationsstörungen im Säuglingsalter



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