ÖKO-TEST Silikonschnuller – Krebsverdächtige PAK zum Nuckeln

Silikonschnuller sind zwar sehr robust, aber es gibt einige Produkte, die mit krebsverdächtigen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet sind. Das zeigen die Praxistests und Inhaltsstoffanalysen, die das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST durchgeführt hat.

Das Labor fand zwar in allen Schnullern die krebsverdächtige PAK-Verbindung Napththalin, in sechs Schnullern lag die entdeckte Menge bei mehr als 0,1 Milligramm pro Kilo. Wie die Schnuller mit diesem Stoff verunreinigt werden konnten, ist unklar. Denn normalerweise spielen für die Herstellung von Silikon typische Quellen für PAK, wie etwa Weichmacheröle, keine Rolle.

Autoren einer EU-Studie vermuten jedoch, dass die Druckertinte des Beipackzettels oder Verpackungen aus Recyclingkarton für solche Verunreinigungen verantwortlich sind. Die Hersteller selbst zeigen jedoch kein Problembewusstsein: Die Firma MAM Babyartikel beispielsweise hat in einem Schreiben an ÖKO-TEST die gefundenen PAK etwa als „minimale Verunreinigungen“ abgetan.

Wenigstens im Praxistest zeigten sich alle Silikonschnuller von ihrer besten Seite. So machten sie etwa beim Durchstichtest mit einem Dorn, der einen Zahn simulieren soll, erst bei einer Belastung schlapp, die weit oberhalb der Vorgabe der Schnuller-Norm liegt.

 

Das ÖKO-TEST-Magazin August 2012 gibt es seit dem 27. Juli 2012 im Zeitschriftenhandel
Das Heft kostet 3,80 Euro.

www.oekotest.de

 

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