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19.7.2012   |   Haus & Garten

Vorsicht mit giftigen Pflanzen in Haus und Garten: Eisenhut, Engelstrompete und Co. – bunt und giftig

(dgk) Für Kinder ab dem ersten Lebensjahr stellen Unfälle, darunter auch Vergiftungsunfälle, das größte Gesundheitsrisiko dar. Betroffen von Vergiftungen und Verätzungen, z. B. durch Putzmittel, Medikamente oder Giftpflanzen, sind laut Bundesinstitut für Risikobewertung vor allem Kinder zwischen 7 Monaten und vier Jahren.

In Haushalten mit kleinen Kindern sollten giftige Pflanzen aus Wohnung und Garten möglichst verbannt werden. Welche Pflanzenteile gesundheitsschädlich wirken, ist von Art zu Art verschieden. Jede Pflanze hat unterschiedliche Inhaltsstoffe, Gefährdungsgrade und Wirkungen. Die Symptome reichen von Hautreizungen über Magenverstimmungen bis hin zu Kreislaufkollaps und Atemlähmung.

Welche Pflanzen sind giftig?

Giftige Pflanzen im Garten und in freier Natur sind zum Beispiel (und die Liste ist nicht vollständig): Eibe, Vogelbeere, Fingerhut und Engelstrompete, Aronstab, Efeu, Lebensbaum, Nachtschattengewächse wie Tollkirsche, Wolfsmilchgewächse, Bilsenkraut, Schierling, Stechapfel, Herbstzeitlose (wird häufig mit dem Krokus verwechselt), Maiglöckchen (die Blätter ähneln dem Bärlauch), Goldregen, rohe Bohnen, Seidelbast, Wunderbaum, Rhododendron, Liguster, Arnika oder Oleander.

Eisenhut und Engelstrompete

Als eine der giftigsten Pflanzen gilt der beliebte Eisenhut, den man gerne als Gartenstaude oder auch in Blumensträußen verwendet. Alle Pflanzenteile sind giftig, sie enthalten Aconitin, eines der stärksten Pflanzengifte. Kommt die Haut mit zerriebenen Pflanzen- oder Blütenblättern in Kontakt, muss sie sofort abgewaschen werden. Verschlucken Kinder Pflanzenteile, kann es zu Taubheitsgefühl, Kribbeln und Brennen am Mund kommen, später zu Erbrechen, Durchfall und starken Schmerzen. Wenn große Mengen aufgenommen wurden, sind sogar Herzrhythmus-störungen und Lähmungen möglich. Schon bei Verdacht, dass das Kind Teile von Eisenhut geschluckt hat, sollte eine Kinderklinik aufgesucht werden. Gefährlich sind auch Vergiftungen mit Engelstrompete, die sich in Unruhe, heißer Haut und starkem Herzklopfen, Halluzinationen und auffällig weiten Pupillen äußern, den typischen Symptomen einer Vergiftung mit Atropin.

Wie können Sie Vergiftungen mit Pflanzen vorbeugen?

Informieren Sie sich vor dem Kauf über die Unschädlichkeit einer Pflanze. Auch sollten Sie kontrollieren, ob eine der aufgeführten Pflanzen im Spielumfeld Ihrer Kinder wächst. Besprechen Sie Vergiftungsrisiken behutsam mit Ihren Kindern und vermitteln Sie Ihnen, keine Pflanzenteile zu probieren.

Was tun bei Verdacht auf Vergiftung?

Erkundigen Sie sich bei einer Giftnotrufzentrale. Sie erhalten dort rund um die Uhr eine kostenlose Beratung. Wenn Sie eine Pflanze nicht kennen, beschreiben Sie sie dem Berater so genau wie möglich. Sollte das Kind auf Empfehlung der Giftnotrufzentrale ins Krankenhaus, nehmen Sie möglichst einen vollständigen Zweig der Pflanze mit (inklusive Früchte, Blätter).

Eine Liste der Rufnummern der Giftnotrufzentralen finden Sie im Internet unter: http://www.dgk.de, Suchwort: Giftinformationszentralen in Deutschland.

Bildquelle: Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Deutsches Grünes Kreuz e. V.- Internet: www.dgk.de

 

Was tun bei Vergiftungen?

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