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19.7.2012   |   Familie & Erziehung

Früh übt sich: Richtiger Umgang mit Hunden will gelernt sein


Jährlich 30.000 bis 50.000 Bissverletzungen müssen hierzulande ärztlich behandelt werden, schätzt die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“. Über die Hälfte der Gebissenen sind Kinder

(ams). Sie sind treue Gefährten, Familientiere, Bewacher und für Kinder manchmal Spielkameraden: Hunde bereichern das Leben von Kindern und Erwachsenen. Kinder können im Umgang mit ihnen Fürsorge und Verantwortung lernen. Damit das Zusammenleben von Mensch und Tier harmonisch bleibt, sollten allerdings bestimmte Regeln beachtet werden.

Hunde sind sehr sozial, leben seit Jahrtausenden mit Menschen zusammen und sind daher als Haustiere in Deutschland sehr beliebt. Auch wenn sie sich hervorragend an menschliche Gewohnheiten anpassen können, bleiben sie doch Tiere, die nach bestimmten Instinkten handeln und spezielle Verhaltensweisen an den Tag legen. Dazu gehört, dass sie ihr Revier bewachen, ihr Fressen verteidigen, auf Angriffe reagieren, Hierarchien klären und Beute jagen.

Wenn Menschen diese Verhaltensweisen grob missachten, weil sie sie nicht kennen, kann es passieren, dass Hunde auch mal zubeißen. Dieses Risiko besteht auch, wenn die Tiere schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben oder wenn sie geärgert werden. Gefährlich kann es beispielsweise werden, wenn ein Hund beim Fressen gestört wird oder wenn jemand in sein Revier eindringt, das er verteidigen will. Kinder können einen Hund etwa durch hektische Bewegungen oder Schreien reizen.

Die Folge: Jährlich 30.000 bis 50.000 Bissverletzungen müssen hierzulande ärztlich behandelt werden, schätzt die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“. Über die Hälfte der Gebissenen sind Kinder. Da Kinder kleiner sind als Erwachsene, beißen Hunde sie häufiger in den Hals oder Kopf – dadurch sind die Bissverletzungen bei ihnen schwerwiegender. Außerdem können Kinder verletzt werden, wenn Hunde sie anspringen oder umrennen.

 

Bisswunden ärztlich versorgen lassen

„Bisswunden und andere Verletzungen durch Hunde müssen wegen des Infektionsrisikos in jedem Fall ärztlich versorgt werden“, sagt Thomas Ebel, Arzt im AOK-Bundesverband. Außerdem sollte die Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) aufgefrischt werden. Besteht beim Hund der Verdacht auf Tollwut, muss der Gebissene sofort dagegen geimpft sowie ärztlich versorgt werden. Daher sollte man beim eigenen Hund darauf achten, dass er gegen Tollwut geimpft ist.

Um Konflikte zu vermeiden, sollten schon Kinder lernen, richtig mit Hunden umzugehen. Wird ein Tier neu angeschafft, empfiehlt es sich, vorher zu überlegen, ob es ausreichend betreut werden kann. Bei einem Hund aus dem Tierheim sollte die Vorgeschichte bekannt sein.

 

Hundeschule hilft bei der Erziehung

Wichtig ist, dass der Hund erzogen wird. „Gehen Sie mit ihm zur Hundeschule“, rät Ebel. Größere Kinder können diese Aufgabe ebenfalls übernehmen und das Gelernte an die übrigen Familienmitglieder weitergeben. Die Verantwortung für das Tier müssen aber die Eltern tragen und seine Erziehung begleiten. Sie sollten mit ihren Kindern besprechen, wie sie mit dem Hund umgehen sollten.

Eine besondere Situation ist es, wenn in der Familie ein Kind geboren wird. Der Hund sollte lernen, dass er von dem Baby Abstand halten muss. „Lassen Sie das Kind nicht mit dem Hund alleine“, sagt Ebel. Doch auch kleine Kinder müssen lernen, dass der Hund nicht immer als Spielpartner bereit steht.

 

Tiere in Ruhe fressen lassen

Worauf Kinder und Erwachsene beim Umgang mit eigenen und fremden Hunden achten sollten, fasst der Verband für das Deutsche Hundewesen zusammen:

  • Generell sollten Hunde gut behandelt und ihre Bedürfnisse respektiert werden.
  • Hunde müssen in Ruhe fressen können. Kinder und Erwachsene sollten ihn nicht beim Fressen stören oder versuchen, ihm sein Futter wegzunehmen. Der Hund verteidigt sein Futter, indem er knurrt oder beißt.
  • Jeden Hund als individuelles Wesen betrachten. Auch Hunde der gleichen Rasse können unterschiedliche Persönlichkeiten haben.
  • Fremden Tieren vorsichtig begegnen. Da jeder Hund seine Eigenarten und eigene Erfahrungen mit Menschen gemacht hat, ist es wichtig, sich erstmal gegenseitig kennen zu lernen. Hunde nehmen Kontakt auf, indem sie am Menschen schnuppern.
  • Fremde Hunde nur streicheln, wenn es der Besitzer erlaubt. Vorsicht ist bei angeleinten Hunden geboten sowie bei Tieren, die hinterm Gartenzaun wachen. Bei ihnen muss man damit rechnen, dass sie ihr Revier verteidigen und aggressiv werden, wenn man sich nähert.
  • Kinder sollten mit einem Hund nur spielen, wenn ein Erwachsener in der Nähe ist.
  • Wer mit einem Hund spielt, sollte den Zähnen nicht zu nahe kommen.
  • Hunde nie am Schwanz ziehen oder darauf treten. Auch die Augen, Ohren und die Nase sind sehr empfindliche Stellen, die nicht grob angefasst werden sollten.
  • Einem fremden Hund nicht starr in die Augen schauen – dieser kann das als Bedrohung auffassen. Besser ist es, an einem Hund vorbeizuschauen.
  • Hunde benutzen ihre Zähne zum Festhalten. Daher sollten Kinder und Erwachsene stillhalten, wenn ein Hund beispielsweise nach ihrem Hosenbein schnappt. Reißen sie das Bein weg, wird der Hund nur noch stärker festhalten.
  • Nie vor einem Hund davonlaufen – damit weckt man seinen Jagd- und Beutetrieb. Läuft ein Hund auf einen zu, ist es besser, stehen zu bleiben und sich wegzudrehen. Dadurch verliert der Hund meist schnell das Interesse.
  • Wenn Hunde miteinander kämpfen, sollten weder Kinder noch Erwachsene dazwischen gehen – die Gefahr, dass sie gebissen werden, ist zu groß. Besser ist es, abzuwarten, bis die Tiere von selbst auseinander gehen. Oft sieht die Auseinandersetzung auch schlimmer aus, als sie ist.

 LINKS
Infos der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“
„12 Regeln im Umgang mit Hunden“ des Verbands für das Deutsche Hundewesen

Quelle: AOK-Medienservice



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