Nach Hersteller-Rückruf: AOK übernimmt Zuzahlung für Ersatz des Adrenalin-Autoinjektors Anapen

(17.07.12) Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Allergikern geraten, die Notfallspritze Anapen, die bei einem allergischen Schock eingesetzt wird, dringend gegen ein anderes geeignetes Arzneimittel auszutauschen. Der Grund: manche dieser Spritzen können möglicherweise ihre Wirkung nicht entfalten. Jetzt weigert sich jedoch das Unternehmen, für die Kosten des Ersatzmedikaments aufzukommen. Die Folge: Versicherte und Krankenkassen drohen auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes: „Um finanziellen Schaden von unseren Versicherten abzuwenden, springt die AOK an dieser Stelle ein. Betroffenen, die die Spritze gegen ein anderes Medikament austauschen müssen, erstatten wir die Zuzahlung.

Rückruf des Adrenalin-Autoinjektors „Anapen“
Rückruf des Adrenalin-Autoinjektors „Anapen“
Patienten sollen Notfallmedikament wegen möglicher fehlerhafter Abgabe des Wirkstoffes schnell austauschen 

Dass sich ein Unternehmen einfach aus der Verantwortung stehlen will, ist inakzeptabel. Die Krankenkassen beraten deshalb über gemeinsame juristische Schritte gegen den Anbieter. Dieser Rechtsstreit darf jedoch nicht auf dem Rücken unserer Versicherten ausgetragen werden. Deshalb tritt die AOK für ihre Versicherten in Vorleistung.“

AOK-Bundesverband GbR
Internet: http://www.aok-bv.de

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