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05.7.2012   |   Ernährung - Familie & Erziehung

Tipps für bewusstes Grillen – Gesunde Genüsse vom Rost


VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. gibt Tipps für bewusstes Grillen

Berlin, 05. Juli 2012. Warme Sommerabende laden zum Grillen und Schlemmen im Freien ein. Ob klassisch mit Fleisch und Würstchen, delikat mit Fisch oder vegetarisch mit Gemüse – wer gesund genießen möchte, sollte das Grillgut bewusst auswählen und auf den richtigen Umgang achten. Die VERBRAUCHER INITIATIVE hat Tipps für ein gelungenes Grillvergnügen zusammengestellt.

„Wählen Sie magere oder leicht durchwachsene Fleischstücke, z. B. Schweineschnitzel, Hähnchenbrust, Steaks oder Lammkoteletts und bevorzugen Sie Bratwürstchen aus Geflügelfleisch“ empfiehlt Alexandra Borchard-Becker von der VERBRAUCHER INITIATIVE. Sie tun nicht nur der Figur, sondern auch der Gesundheit gut. Denn wenn Fett oder Fleischsaft in die Glut tropfen, werden polyzyklische (ringförmige) aromatische Kohlenwasserstoffe frei. Diese sogenannten PAK sind stark krebserregend. „Grillen Sie daher in wiederverwendbaren Aluminiumschalen, wenden Sie das Fleisch mit einer Grillzange und achten Sie auf einen ausreichenden Abstand zwischen Rost und Glut“ so Borchard-Becker. Das Fleisch sollte während des Grillens nicht mit Bier oder Öl bestrichen und eine Marinade vorher gründlich abgetupft werden. Angebrannte, dunkle Stellen enthalten reichlich PAK und sollten keinesfalls mitgegessen werden. Zum Grillen nicht geeignet sind Fleisch und Wurst mit Pökelsalz. Durch die Hitze entstehen krebserregende Nitrosamine.

Fisch ist fettarm oder reich an wertvollen Fettsäuren, liefert Vitamine, Mineralstoffe und leicht verdauliches Eiweiß. Mit seinem feinen Aroma sorgt er für willkommene Abwechslung auf dem Grillrost. Ideal sind Fischarten mit einem festen Fleisch wie Hering, Lachs oder Makrele. Fettarme Fische wie Forelle, Sardinen oder Karpfen garen gemeinsam mit Kräutern und Gemüsen schonend in einer Hülle aus Alufolie. Weil sie sehr schnell gar sind, sollte der Rost höher über der Glut stehen als es für Fleisch nötig wäre. Damit sie weder anbacken noch zerfallen, empfehlen sich eingefettete Alufolie auf dem Rost oder spezielle Fisch-Grillzangen. „Bevorzugen Sie Produkte mit MSC-Siegel oder aus ökologischer Aquakultur, erkennbar an dem Naturland- oder Bioland-Zeichen“, rät die Ernährungswissenschaftlerin.

Ein vitaminreiches und kalorienarmes Grillgut ist Gemüse. In dickere Scheiben geschnittene Zucchini, Auberginen, Möhren und Paprika oder Champignons und kleine Tomaten im Stück sind gut geeignet. Mit ihnen lässt sich auch leicht ein bunter Gemüsespieß stecken, der saftig ist und hervorragend schmeckt. „Fester Schafskäse oder spezieller Grillkäse, der nicht schmilzt, ist eine beliebte Zutat bei diesen Spießen“, weiß Alexandra Borchard-Becker.

Weitere Informationen zum Kauf, zur Lagerung und Zubereitung von Fisch und Fleisch bieten die Broschüren „Fisch & Co.“ und „Fleisch genießen“ der VERBRAUCHER INITIATIVE. Die 24-seitigen Hefte können für jeweils 4,00 Euro (inkl. Versand) unter www.verbraucher.com bestellt oder für 2,50 Euro heruntergeladen werden.

 

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. (Bundesverband)
www.verbraucher.org

 

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