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30.6.2012   |   Ernährung - Verbraucher

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) beanstandet Kindermilchprodukte

(ck) – Wie SPIEGEL ONLINE berichtet, wurden die Unternehmen Danone und Nestlé vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) aufgefordert, bestimmte Kleinkindmilchgetränke vom Markt zu nehmen, oder aber die Werbeaussagen zu diesen Produkten zu ändern. Es wurden nach Angaben von SPIEGEL ONLINE bereits Unterlassungsbescheide von der Behörde an die entsprechenden Unternehmen verschickt.

Unter anderem wurden die Produkte „Beba Kleinkind-Milch 2+“ von Nestle sowie „Milumil Meine Kindermilch 2+“ von Milupa/Danone vom BVL beanstandet

Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bieten Kleinkindermilchgetränke jedoch keinen Vorteil gegenüber fettreduzierter Kuhmilch, wie sie Ernährungsmediziner für Kleinkinder empfehlen. „Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind diese besonderen Kleinkindermilchgetränke nicht notwendig“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Vielmehr tragen angereicherte Vitamine und Mineralstoffe in Kleinkindermilch zu einer unkontrollierten Erhöhung der Zufuhr einiger Nährstoffe bei, während andere Vitamine und Mineralstoffe in geringeren Mengen enthalten sind als in Kuhmilch. Ferner ist zurzeit wissenschaftlich nicht hinreichend nachgewiesen, dass eine verringerte Proteinzufuhr im Kleinkindalter das Risiko für Übergewicht und Adipositas im späteren Kindesalter reduziert. Der Fettgehalt der Kleinkindermilchprodukte ist in etwa vergleichbar mit dem von Vollmilch und damit höher als der von fettreduzierter Milch.

Ein weiterer Kritikpunkt: “Kindermilch” ist oft aromatisiert – so lernen Kinder den natürlichen Milchgeschmack nicht kennen.

Milchprodukte, die als Kleinkindermilch oder Kindermilch bezeichnet werden, sind nicht an die Ernährungsbedürfnisse von Kindern im Alter von ein bis drei Jahren angepasst. Sie erfüllen damit nicht die Anforderungen der Verordnung über diätetische Lebensmittel (Diätverordnung). Für Kleinkinder wird im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung der Verzehr von fettreduzierter Kuhmilch empfohlen.

Die Vorteile des Industrieproduktes liegen damit wohl eher in den Kassen der Hersteller als in einer optimierten Nährstoffversorgung der Kinder. Teurer als Kuhmilch ist “Kindermilch” allemal. Ihr Marktwert beläuft sich derzeit auf 28 Millionen Euro, so die “Lebensmittel Zeitung direkt” im Dezember 2010. Ein Hersteller rechnet mit rund 90 Millionen Euro, wenn es gelingt, die Kinder, beziehungsweise die Eltern, ein ganzes Jahr in diesem Segment zu halten.

(Quellen: BfR / Spiegel Online / aid)

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