Brände im Kinderzimmer – Kinder unterschätzen die Feuergefahr

Rund 175.000 Mal im Jahr rückt die Feuerwehr in Deutschland aus, um Brände zu bekämpfen und Menschen zu retten. Alle drei Minuten, Tag für Tag. Kinder unter 14 verursachen diese Einsätze dabei relativ häufig. Natürlich nicht mit Absicht. Kinder probieren viel aus, um die Welt zu entdecken und zu begreifen. „Das ist auch gut so. Doch Eltern haben eine besondere Verantwortung, denn Gefahren werden oft unterschätzt oder gar nicht als solche wahrgenommen“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Standortleiter des Kieler Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS).

Darüber hinaus lauern in Kinderzimmern immer mehr Gefahren, weil sich viele Gegenstände auf engem Raum befinden, die sich entzünden können. Durch Defekte oder unsachgemäße Handhabung. Besonders gerne experimentieren Kinder leider mit offenem Feuer. Das belegt die Brandursachenstatistik des IFS.

Zündeln im Kinderzimmer

Jährlich ermittelt das IFS bei mehr als 1.000 Bränden die Ursachen und sammelt die Ergebnisse in einer Datenbank. Diese lässt einige Aufschlüsse zu. Insgesamt ist Elektrizität mit 35 Prozent der häufigste Brandverursacher, offenes Feuer spielt mit drei Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Anders sieht das bei Bränden aus, die in Kinderzimmern entstehen. Hier wird die Hälfte der Brände durch offenes Feuer ausgelöst. Weitere dominierende Brandursachen sind elektrotechnische Defekte (27 Prozent) und Überhitzung von Leuchten oder anderen Hitzequellen und in der Folge Entzündung von brennbaren Stoffen (17 Prozent).

Wer sich die Tipps mit dem IFS-Gutachter und Brandspezialisten Dr. Andreas Pfeiffer ansehen möchte, der findet einen Film des ZDF mit dem Titel „Hilfe, es brennt“

Der TV-Beitrag zeigt mit Unterstützung des IFS, wo die wesentlichen Brandgefahren im Haushalt liegen.
Zum Film >

Link zur IFS: http://www.ifs-ev.org/

[dhr]

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