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31.5.2012   |   Verbraucher

Qualität und Sicherheit in Mode


TÜV SÜD: Grundsätzlich sollten Verbraucher sich darüber im Klaren sein, dass ein niedriger Preis auf Kosten der Qualität gehen kann.

Textilien, Bekleidung und Modeartikel nehmen zum zweiten Mal in Folge den unrühmlichen Spitzenplatz im RAPEX-Jahresbericht der Europäischen Kommission ein. Der Bericht fasst Meldungen über gefährliche Produkte auf dem Europäischen Binnenmarkt zusammen. Um beim Einkauf auf Nummer sicher zu gehen, sollten Verbraucher laut TÜV SÜD alle verfügbaren Informationen nutzen und sich an bekannten Prüfzeichen orientieren.  

Für Textilien, Erwachsenenbekleidung und Modeartikel gibt es in der Europäischen Union nicht so viele und so strenge Qualitäts- und Sicherheitsvorgaben wie beispielsweise für Spielwaren oder Kinderbekleidung. Die Vorgaben beschränken sich nach Aussage von TÜV SÜD vor allem auf Regelungen zur chemischen Sicherheit von Textilien und Schuhen. Aufgrund der Schnelllebigkeit in der Modebranche sind die Qualitätssicherung und damit verbundene Produktprüfungen eine anspruchsvolle Aufgabe.

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Die einzelnen Unternehmen verfolgen bei generellen Qualitätsanforderungen unterschiedliche Ansätze – von der Einhaltung des gesetzlichen Mindeststandards bis zu ambitionierten hauseigenen Programmen. Um sich zu orientieren, sollten Verbraucher nach Ansicht der TÜV SÜD-Experten alle zur Verfügung stehenden Informationskanäle nutzen – beispielsweise Informationen auf den Internetseiten der Hersteller, Materialien von Bundes- und Landesbehörden, Verbänden und Verbraucherschutzorganisationen sowie das EU-Verbraucherschutzsystem RAPEX (Rapid Alert System for non-food consumer Products), das unter www.rapex.eu gefährliche Produkte auflistet und die Einträge in einem Jahresbericht statistisch auswertet.

Grundsätzlich sollten Verbraucher sich darüber im Klaren sein, dass ein niedriger Preis auf Kosten der Qualität gehen kann. Allerdings kann das Qualitätsniveau nach Einschätzung der TÜV SÜD-Experten bei preisgünstigen Anbietern genauso gut sein wie bei hochpreisigen Markenherstellern. Eine gute Orientierungshilfe bei der Suche nach Qualität sind Prüfzeichen wie beispielsweise TexCheck für Textilien oder das TÜV SÜD Footwear Mark und das Prüfzeichen „passformgeprüft“ für Schuhe.

 

  • Das Prüfzeichen TexCheck zeigt, dass ein Kleidungsstück ein umfangreiches Programm von Produktprüfungen und Fabrikinspektionen durchlaufen hat. Der Schwerpunkt der Prüfungen liegt auf der chemischen Sicherheit. TexCheck dokumentiert, dass keine potenziell gesundheitsgefährdenden Stoffe im Spiel sind. Zudem wird im Rahmen der Prüfung auch die Zusammensetzung der Textilfasern verifiziert, die ein wichtiges Kriterium für die Qualität eines Kleidungsstücks ist.

 

  • Das TÜV SÜD Footwear Mark dokumentiert, dass Schuhe und Hersteller ein umfassendes Programm an Produkttests und Fabrikinspektionen absolviert haben. Im Fokus stehen dabei die EU-Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) sowie weitere Gefahrstoff-Richtlinien der EU, die US-amerikanischen CPSIA-Kriterien (Consumer Product Safety Improvement Act) und Stoffe, die auf der RSL (Restricted Substance List) großer Einzelhandelsketten aufgeführt sind. Auf Wunsch von Herstellern, Importeuren oder Händlern können die Fachleute von TÜV SÜD zudem weitere Eigenschaften wie Sohlenhaftung, Formstabilität oder spezielle Produktattribute wie „wasserabweisend“ prüfen.

 

  • Neue Schuhe für Kinder zu kaufen, ist für Eltern eine besondere Herausforderung. Kinder können die Passform nicht richtig einschätzen und wählen ihren Lieblingsschuh in der Regel nach Form und Farbe aus. Aber gute und passende Schuhe sind Voraussetzung für die gesunde Entwicklung von Kinderfüßen. Mit dem Prüfzeichen „passformgeprüft“ bestätigt TÜV SÜD die Verlässlichkeit der Größenangaben bei Kinderschuhen. Das Prüfzeichen hilft auch Verbrauchern, die Schuhe für ihren Nachwuchs im Internet bestellen.

Die Experten von TÜV SÜD setzen sich intensiv mit Qualität und Sicherheit von Kleidung und Schuhen auseinander. Das Spektrum reicht von Prüfungen der Produktqualität, Umweltverträglichkeit und Sicherheit über Fabrikinspektionen, Auditierungen und Zertifizierungen bis zu Trainingsmaßnahmen bei den Herstellern. Zudem unterstützt TÜV SÜD die Unternehmen auch beim Nachweis, dass internationale Standards für die Corporate Social Responsibility (CSR) eingehalten werden. Die Experten sind an über 600 Standorten weltweit vertreten. Die Prüfungen für die Textil- und Schuhbranche finden überwiegend in den Produktionsländern statt.

Weitere Informationen dazu gibt es unter www.tuev-sued.de/textil




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