CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

29.5.2012   |   Produkttests

Chips im Test – Trend zu weniger Acrylamid


Keines der getesteten 19 Produkte überschreitet den EU-Richtwert

Vor einigen Jahren kamen Chips in Zusammenhang mit Acrylamid ins Gerede. Acrylamid ist im Tierversuch krebserregend und erbgutschädigend und entsteht beim Backen, Braten oder Frittieren von Erdäpfeln bzw. von stärkehaltigen Lebensmitteln.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 14 Chips-Produkte getestet. Dabei überschritt keines den von der EU festgelegten Richtwert. Am wenigsten Acrylamid steckt in den Chips von funny-frisch. Generell waren die gemessenen Werte – sowohl beim Acrylamid als auch beim Kochsalzgehalt – tendenziell niedriger als noch beim letzten Test im Jahr 2008. Viel Salz und auch Fett enthalten sie aber nach wie vor. Die getestete Sorte Pringles enthielten zudem als einziges Produkt Transfette. Pringles fiel auch in anderer Hinsicht aus der Rolle: Hier fanden die Tester große Mengen an 3-MCPD-Ester – Testurteil: „weniger zufriedenstellend“. Die beiden Testsieger stammen von Lorenz; sechs von 19 Produkten wurden insgesamt mit „gut“ bewertet.

Risikofaktor Öl

Erstmals hat der VKI Chips auch auf 3-MCPD-Ester untersucht. Das sind Stoffe, die bei der Raffination von Speiseölen und -fetten entstehen. Über die Wirkungen der 3-MCPD-Ester liegen noch keine abschließenden wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Vermutlich entsteht bei der Verdauung 3-MCPD, das in Verdacht steht, die Nieren zu schädigen und gutartige Tumore zu verursachen. Seit 2001 gibt es in der EU für 3-MCPD einen Grenzwert für die zulässige tägliche Aufnahmemenge, die je nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht unterschiedlich hoch ist. Bei den untersuchten Chips fand der VKI 3-MCPD-Ester von 5,9 bis 73,0 Mikrogramm pro 100 Gramm – bei Pringles lag dieser Wert bei 120 Mikrogramm pro 100 Gramm.

Üppiger Fettgehalt

Keine Neuigkeiten gibt es beim Fettgehalt. Chips sind nach wie vor eine üppige Angelegenheit. Zwischen 32 und 43 Gramm Fett stecken in 100 Gramm Chips. Bei einer Packung Clever- oder Crox-Chips (250 Gramm) verspeist man 100 Gramm Fett. „Zur Einschätzung: Eine erwachsene Frau sollte pro Tag nicht mehr als 70 g Fett, ein erwachse¬ner Mann nicht mehr als 90 g verspeisen“, so VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.

Herkunft – selten aus Österreich

Lediglich bei Crox, Sunsnacks (Kartoffel Chips Salz), Clever, Spar und Kelly’s werden laut Auskunft der Hersteller die Kartoffeln aus Österreich bezogen und die Chips auch hierzulande produziert. Die benötigten Fette und Öle stammen aber selbst hier aus anderen Ländern wie Deutschland und Frankreich.

SERVICE: Details zum Test gibt es unter Test: Chips 6/2012 sowie im Juni-KONSUMENT. Fragen zum Thema Ernährung beantwortet der VKI zudem unter der Hotline 0810 810 227 (Mo-Fr 9-15 Uhr, aus ganz Österreich Euro 0,0676/min), die in Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes Österreich betrieben wird.

Verein für Konsumenteninformation (VKI) – www.konsument.at




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse