CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

24.5.2012   |   Produkttests

Touring Club Suisse-Kindersitztest: Durchzogene Resultate trotz weniger Schadstoffen


Im diesjährigen Kindersitztest wurden 27 Kindersitze aus allen Gewichtsklassen auf die Aspekte Sicherheit, Bedienung und Ergonomie, Schadstoffgehalt sowie Reinigung und Verarbeitung hin untersucht. Dabei wurde in 15 Fällen die Bewertung «sehr empfehlenswert» vergeben.

Emmen, 24. Mai 2012 – Im vergangenen Jahr sind in Fahrzeugen auf Schweizer Strassen erstmals weniger als 400 Kinder verunfallt. Im aktuellen TCS-Kindersitztest wurden insgesamt 27 Kindersitze untersucht. Dabei wurden über 900 Einzeltests, davon 150 Crashtests, durchgeführt. Geprüft wurde die Sicherheit bei einer Kollision, Bedienung und Ergonomie sowie die Gebrauchseigenschaften und vorhandenen Schadstoffe. 4 Produkte wurden als «nicht empfehlenswert» eingestuft.

Im diesjährigen Kindersitztest wurden 27 Kindersitze aus allen Gewichtsklassen auf die Aspekte Sicherheit, Bedienung und Ergonomie, Schadstoffgehalt sowie Reinigung und Verarbeitung hin untersucht. Dabei wurde in 15 Fällen die Bewertung «sehr empfehlenswert» vergeben. Für jede Altersgruppe stehen somit mehrere gute Kindersitze zur Auswahl. 4 Produkte fielen im Sicherheits-Test durch und wurden als «nicht empfehlenswert» eingestuft. Ein positiver Trend ist bei den Ergebnissen der Schadstoffprüfung zu verzeichnen, denn im Gegensatz zu den früheren TCS-Tests war lediglich in 2 Fällen eine erhöhte Schadstoffbelastung messbar.

 

Gute Resultate bei Babyschalen und Sitzen für Kleinkinder

Die getesteten Babyschalen, die rückwärtsgerichtet im Fahrzeug montiert werden, überzeugten mit durchwegs guten Ergebnissen. Einzig der auch für etwas grössere Kinder verwendbare Peg-Pérego Viaggio convertibile überschritt beim Frontalaufprall die Grenze der Belastbarkeit und wurde abgewertet. Zudem ist der Fahrzeugeinbau des auch vorwärtsgerichtet verwendbaren Sitzes aufwändig.

In der Testgruppe der Sitze für Kinder bis 4 Jahre waren alle 3 Produkte (Cybex Juno Fix, Römer Trifix und Chicco Xpace Isofix) sowohl hinsichtlich der Bedienung (alle mit Isofix) als auch der Sicherheit überzeugend.

 

Sitze für grössere Kinder überzeugen nicht restlos

18 der getesteten Produkte können für Kinder bis 12 Jahre oder 150 cm Körpergrösse verwendet werden. Beim Bedienungs-Test erzielten die mit Kinderhaltegurten für kleinere Kinder ausgestatteten Kindersitze Nania Beline SP, Graco Nautilus und der Chicco Neptun nur durchschnittliche Resultate. Als besonders einfach in der Handhabung erwiesen sich vor allem der Storchenmühle Solar Seatfix und der wegen erhöhten Schadstoffwerten abgewertete Recaro Monza Nova Seatfix.

Bezüglich der Sicherheit dieser Kategorie von Kindersitzen wurden sehr grosse Unterschiede festgestellt: 9 Produkte bieten in allen Konfigurationen guten Schutz. Der Kiddy Guardianfix schneidet beim Frontalcrash ohne Isofix-Montage schlecht ab. Nur bei der Verwendung der Isofix-Rasterarme werden gute Werte erreicht. Der aufblasbare und sehr leichte Easycarseat Inflatable fällt sowohl im Frontal- wie auch im Seitenaufpralltest durch. Wenn beim Graco Logico L die Rückenlehne entfernt wird, ist das Verletzungsrisiko bei einem Seitenaufprall zu hoch für eine gute Bewertung.

 

Isofix-Verankerungen erhöhen die Sicherheit

Die Möglichkeit, die Kindersitze über Isofix-Verankerungen mechanisch mit dem Fahrzeug zu verbinden, ist bei immerhin 14 Testprodukten gegeben. Isofix- und Top-Tether-Verankerungen sind ab November 2012 bei allen neu homologierten Fahrzeugmodellen und ab 2014 bei allen Neufahrzeugen vorgeschrieben. Durch diese Regelung wird der sichere und einfache Kindersitzeinbau ins Fahrzeug gefördert. Angesichts der Tatsache, dass 3 von 10 Kindern in nicht richtig verwendeten Kindersitzen transportiert werden, ist das eine erfreuliche Entwicklung.

 

2 Produkte mit erhöhten Schadstoffwerten

Zudem wurde eine Schadstoffprüfung an sämtlichen Teilen durchgeführt, mit welchen ein Kind in Berührung kommen kann. 2 Testprodukte (Chicco Neptun und Recaro Monza Seatfix) wiesen einen erhöhten Schadstoffgehalt auf und wurden deshalb abgewertet.

 

Wie wurde getestet?

Die Sicherheit bei einer Kollision wurde mit Frontal- und Seitenaufpralltests in allen Konfigurationen der Kindersitze untersucht. Bedienung und Ergonomie wurden ebenfalls genau unter die Lupe genommen. Dabei wurde vor allem untersucht, wie einfach ein Sitz eingebaut werden kann und wie das Kind darin untergebracht ist. Nur bei gutem Abschneiden in den Testkriterien Sicherheit und Bedienung/Ergonomie wird eine gute Bewertung vergeben.

Touring Club Suisse TCS www.tcs.ch

Bilder: Touring Club Suisse/Schweiz/Svizzero TCS




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse