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23.5.2012   |   Gesundheit - Publikationen

Brustkrebs heilen ist gut – vermeiden ist besser!


Viele Gefährdungen werden von Frauen selbst nicht wahrgenommen. Es fehlt auch Information über die unsichtbare Kontamination.

„Brustkrebs und Umwelteinflüsse“, die aktualisierte Broschüre zu vermeidbaren Umweltrisiken, ist gerade bei den beiden Organisationen Women in Europe for a Common Future e.V. (WECF) und dem Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) neu erschienen.

Die Zahl der Brustkrebsneuerkrankungen ist in der letzten Dekade deutlich angestiegen und liegt nach Schätzungen der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland bei knapp 72.000. Brustkrebs und andere Krebserkrankungen steigen weltweit an. Die Entstehungsmuster der Krankheit sind durch bekannte Risikofaktoren nicht vollständig zu erklären.

Der Fokus in Wissenschaft und Gesellschaft liegt praktisch ausschließlich auf Diagnose und Therapie. Aus dem Blick fallen immer noch die Ursachen und viele Gesundheitsgefährdungen, die in Zusammenhang mit der Entstehung von Brustkrebs gebracht werden. Viele davon könnten vermieden werden. Kritische neue Ursachen von Krebs werden international mehr und mehr erkannt und reichen von modernen Ernährungsformen, Zusatzstoffen und Medikamenten bis hin zu Haushaltschemikalien, Kosmetika und Pestizidrückständen im Essen, in der Landwirtschaft oder beim Einsatz im eigenen Garten.

Die Diskussion um die Vermeidung von unnötigen und gefährlichen Risiken durch Krebs auslösende Stoffe in der Umwelt wird bisher kaum geführt. Viele Gefährdungen werden von Frauen selbst nicht wahrgenommen. Es fehlt auch Information über die unsichtbare Kontamination.

Eine bessere Vermeidung von Krebs kann nicht allein durch individuelle Verhaltensänderungen erreicht werden. So fordert die Ärztin Prof. Dr. Annie J. Sasco, die langjährig in leitender Funktion für die WHO und die International Agency for Research on Cancer (IARC) an Strategien zur Krebsvermeidung gearbeitet hat und heute am französischen Nationalinstitut für Gesundheit und medizinische Recherche (INSERM) arbeitet, die Schaffung von Forschungszentren für Umwelt-Onkologie. So weit sind wir in Deutschland noch nicht. Mit der Broschüre „Brustkrebs und Umwelteinflüsse“, die am vergangenen Mittwoch im Netzwerk Frauengesundheit Berlin vorgestellt wurde, erinnern WECF und AKF an die ausstehende Diskussion und stellen erneut Informationen zum Einstieg in das Thema bereit.

Die Broschüre kann für 2 Euro plus Porto bei beiden Organisationen bestellt werden.

Sie können die Broschüre auch hier downloaden:
[Download nicht gefunden.]

 

WECF Germany – Women in Europe for a Common Future
Sankt-Jakobs-Platz 10
D-80331 München
Tel. 089 – 23 23 93 8 – 19
Fax 030 – 23 23 93 8 – 11
www.wecf.eu

Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V.
Sigmaringer Str. 1
D-10731 Berlin
Tel. 030 – 863 933 – 16
Fax 030 – 863 934 – 73
www.akf-info.de

WECF ist ein Netzwerk von 100 Umwelt- und Frauenorganisationen in über 40 Ländern in West- und Osteuropa, Zentralasien und im Kaukasus. In der Projektarbeit vor Ort setzt WECF sichere, ökologische und effiziente Lösungen für lokale Probleme in den Bereichen Chemikalien, Wasser und sanitäre Versorgung, Energie und Landwirtschaft um. Mit der politischen Arbeit auf nationaler europäischer, internationaler und UN Ebene bringt WECF die Sichtweise von Frauen und die Erfahrungen aus den Projekten den Politikern näher. WECF ist offizieller Partner des UN Umweltprogramms UNEP. Mehr über WECF finden Sie unter www.wecf.eu




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