CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

21.5.2012   |   Ernährung - Gesundheit

Süße Limos: Genussmittel statt Durstlöscher


Erfrischungsgetränke wie Limonaden und Brausen aber auch Fruchtsäfte sind nicht als Durstlöscher geeignet.

Aachen (fet) – Im April verkündete der größte Hersteller von Cola- und Erfrischungsgetränken ein deutliches Absatzplus im ersten Jahresquartal. Dabei häufen sich von wissenschaftlicher Seite die Meldungen über die gesundheitsschädlichen Wirkungen eines dauerhaften Konsums von Soft-Drinks.

Über hundert Studien befassten sich in den letzten zehn Jahren mit den Auswirkungen eines regelmäßigen Konsums zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke auf die Gesundheit. Die Liste der hiermit in Verbindung gebrachten Erkrankungen liest sich wie eine Übersicht über unsere modernen Gesundheitsprobleme: Adipositas, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Metabolisches Syndrom. Erst kürzlich belegten US-amerikanische Wissenschaftler, dass das Risiko eines Herzinfarktes mit der Konsummenge steigt [1].  

Die Ursachen für die nachgewiesenen Gesundheitsauswirkungen sind in erster Linie im hohen Zuckergehalt der Getränke begründet. Typische Soft-Drinks wie Cola oder Orangenlimonade enthalten umgerechnet etwa sechs bis sieben Stück Würfelzucker pro Glas. Wer jeden Tag hiervon eine 1,5 Literflasche trinkt, konsumiert pro Woche eine komplette Packung Zucker. Auch die beliebten Apfelschorlen schlagen mit etwa vier Würfelzuckern pro Glas erheblich auf das Zuckerkonto. Wer sich die zugesetzte Menge persönlich verdeutlichen möchte, kann Mineralwasser mit Zitronensaft mischen und so lange Zucker zugeben, bis ein vergleichbarer Süßgeschmack erreicht ist. Das Experiment dürfte zum Nachdenken anregen.  

Da der Zucker in den Getränken schnell verfügbar ist, reagiert der Körper bei jedem Glas mit einer hohen Insulinfreisetzung. Das Hormon fördert die Anlage von Fettdepots und auf Dauer die Entstehung von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Dänische Forscher wiesen erst kürzlich nach, dass der Konsum gezuckerter Getränke vor allem die Fetteinlagerung in Leber, Muskelzellen und im Bereich der Bauchorgane fördert [2]. Ablagerungen in diesen Geweben führen zum zunehmenden Funktionsverlust der Organe, etwa wenn der Herzmuskel verfettet.  

Erfrischungsgetränke wie Limonaden und Brausen aber auch Fruchtsäfte sind nicht als Durstlöscher geeignet. Diese gehören aufgrund des hohen Zuckergehaltes vielmehr in die Kategorie Genussmittel. Ein Glas Cola für den Genuss ab und an ist durchaus vertretbar, vom täglichen Konsum mehrerer Liter ist hingegen abzuraten. Auch der Zuckergehalt in Fruchtsäften, egal ob rein natürlich oder zusätzlich zugesetzt, ist ähnlich hoch. Die besten Durstlöscher sind nach wie vor Mineralwässer und Tees. Eine geschmackvolle Alternative bieten selbstgemixte Frucht- oder Gemüsesaftschorlen im Verhältnis von etwa eins zu vier.  

Redaktion: Dipl.troph. Christine Langer  

Quelle:  
1) de Koning L et al.: Sweetened beverage consumption, incident coronary heart disease, and biomarkers of risk in men. Circulation; 125(14):1735-41: 2012 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22412070  
2) Maersk M et al.: Sucrose-sweetened beverages increase fat storage in the liver, muscle, and visceral fat depot: a 6-mo randomized intervention study. Am J Clin Nutr; 95(2):283-9: 2012 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22205311




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse