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09.5.2012   |   Gesundheit

Schutz gegen Zecken: Broschüre informiert


Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium empfiehlt, wachsam zu sein.

Mit dem Frühling beginnt die Zeckensaison und mit ihr die Gefahr, sich durch Zeckenstiche mit den beiden ernstzunehmenden Krankheiten Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu infizieren – auch in Rheinland-Pfalz. Eine Broschüre des Gesundheitsministeriums gibt Tipps, wie man sich vor Zeckenstichen schützt.

Im Jahr 2012 kam die Borreliose im Land bislang 138 Mal vor. Die Krankheit ist seit dem 30. Juni 2011 in Rheinland-Pfalz meldepflichtig. In der zweiten Jahreshälfte 2011 zählte das LUA landesweit 2423 Fälle.  

Die Viruserkrankung FSME kommt wesentlich seltener vor. Im Jahr 2011 wurde sie vier Mal in Rheinland-Pfalz registriert, im Jahr 2012 bislang noch gar nicht.  

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium empfiehlt, wachsam zu sein. Wer sich viel in der freien Natur aufhält, sollte nach einem Aufenthalt im Grünen Kleidung und Körper nach Zecken absuchen und diese möglichst rasch entfernen.  

Nach wie vor gebe es zum Thema Zecken einen großen Informationsbedarf. Aus diesem Grund habe das Gesundheitsministerium gemeinsam mit Experten der Neurologischen Klinik des Westpfalz-Klinikums in Kaiserslautern die Aufklärungsbroschüre „Zeckenerkrankungen in Rheinland-Pfalz“ entwickelt, die aufgrund der großen Nachfrage in der nun vorliegenden 4. Auflage entsprechend aktualisiert und dem wissenschaftlichen Kenntnisstand angepasst wurde.  

Wie kann ich mich gegen Zeckenstiche schützen? Was ist nach einem Zeckenstich zu tun? Wann muss ich zum Arzt? Welche Symptome sollte ich kennen? Welche Erkrankungen werden durch Zeckenstiche übertragen? Vor welcher Erkrankung schützt die Impfung? Gibt es einen Impfstoff für Kinder? Diese und andere häufig gestellten Fragen beantwortet die 35-seitige Broschüre, die kostenlos im Gesundheitsministerium zu bestellen ist.  

Das Gesundheitsministerium wies darauf hin, dass Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr als erstes der westdeutschen Länder eine Meldepflicht für Borreliose eingeführt habe, um gezielt entsprechende Präventions- und Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung ergreifen zu können. Die Meldepflicht werde einen besseren Aufschluss insbesondere über die Häufigkeit und das regionale Vorkommen der Borreliose geben. Das wiederum biete eine gute Grundlage für die Verbesserung gesundheitlicher Maßnahmen.  

Die Broschüre „Zeckenerkrankungen in Rheinland-Pfalz“ kann kostenfrei über das Internet unter www.msagd.rlp.de (Kontakt/Bestellservice) oder per Post im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Bauhofstraße 9, 55116 Mainz, bestellt werden.

Download der Broschüre unter http://msagd.rlp.de/gesundheit/

oder hier als Direktdownload:
[Download nicht gefunden.]




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