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27.4.2012   |   Allgemein

Kindersonnenbrillen im Test – Preis kein Kriterium


Auch günstige Modelle sind robust und bieten gegen UV-Strahlung guten Schutz

Eine gute Kindersonnenbrille muss nicht teuer sein. Auch günstige Modelle sind robust und bieten gegen UV-Strahlung sehr guten Schutz.

So lautet das Fazit eines Tests des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zu 25 Kindersonnenbrillen aus Kunststoff. Das günstigste Modell um 3,45 Euro erreichte ein „sehr gut“, während die teuerste Brille im Test von Tommy Hilfiger weit über das Zehnfache kostete und dennoch nur mit einem „durchschnittlich“ abschnitt. Zwar bieten alle getesteten Brillen einen sehr guten UV-Schutz, Qualitätsunterschiede offenbaren sich aber bei der Stabilität. In sechs Fällen erwies sich das Brillengestell als wenig robust. Beim „Sitztest“ gingen die Bügel zu Bruch. Abwertungen gab es auch, wenn die Brillen seitlich nicht ausreichend Lichtschutz boten. Sieben Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren beurteilten hier selbst: Vier Modelle erhielten dabei nur ein „weniger zufriedenstellend“.

In zehn von 25 getesteten Kindersonnenbrillen fanden die Tester geringe Mengen an Blei und Cadmium. Diese giftigen Schwermetalle sind aber, sowohl was die Produktion als auch was die Funktion betrifft, völlig unnötig – insbesondere bei Produkten für Kinder.

KONSUMENT-Tipps für den Brillenkauf

Das Angebot an Kindersonnenbrillen ist nahezu unerschöpflich. Nachfolgend einige Tipps für die Auswahl der „richtigen“ Brille:

• UV-Schutz: Sonnenbrillen sollten über einen 100%igen UV-Schutz bis 400 nm verfügen und 70 bis 80 Prozent (entspricht Filterkategorie 3) des sichtbaren Lichtes absorbieren. Derartige Produkte sind i.d.R. entsprechend gekennzeichnet.

• Passform: Die Brille darf nirgends Druckstellen verursachen (z.B. hinter den Ohren). Von Vorteil sind Brillen mit gummiertem Bügel, da diese zusätzlichen Halt geben.

• Rundum geschützt: Die Brille soll das Auge umschließen, um einen Rundumschutz zu gewährleisten und eine mögliche Seitenreflexion zu vermeiden. Auch breite Bügel sind ratsam.

• Verzerrungsfrei: Dies kann man testen, indem man die Brille über einer geraden Linie hin und her bewegt. Wenn diese Linie beim Blick durch die Brillengläser nicht durchgehend gerade bleibt, sondern z.B. gestuft erscheint, ist vom Kauf abzuraten.

• Nicht zu schwer: Damit die Brille auch tatsächlich getragen wird, sollte sie nicht zu schwer sein.

Details zum Test und weitere Tipps gibt es unter Test: Kindersonnenbrillen 5/2012 sowie ab dem 26.4. im Mai-KONSUMENT.

 

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