CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

27.4.2012   |   Gesundheit

Au Backe – ich gehe nicht zum Zahnarzt!


Wie man der Behandlungsangst begegnen kann

Foto: Zahnarztbesuch – Bildquelle: DGK

(dgk) Der Mund wird trocken, die Hände werden feucht, das Herz rast und man wünscht sich, dass alles schon vorbei wäre – vielen Menschen ergeht es so vor einem Zahnarztbesuch. Einer aktuellen Umfrage zufolge empfindet etwa jeder Zweite eine zumindest leichte emotionale Anspannung bei dem Gedanken an eine zahnmedizinische Behandlung. Zwölf Prozent der Erwachsenen haben sogar stark ausgeprägte Ängste. Doch selbst eine solche extreme Zahnbehandlungsangst – auch Dental- oder Oralphobie genannt – kann bei fachkundiger Hilfe erfolgreich bekämpft werden.

Entscheidend ist: Den ersten Schritt muss der Betroffene selbst tun, indem er den Zahnarzt über seine Ängste und Sorgen offen informiert. Gut geschultes Praxispersonal kann individuell angepasste Unterstützung anbieten: Dem einen helfen entspannende Atemtechniken, autogenes Training oder beruhigende, meditative Musik, der andere profitiert von einer gründlichen einfühlsamen Aufklärung, wieder andere sind dankbar für Pausen während der Behandlung. Und für Kinder gibt es spielerische Methoden, die vieles angenehmer machen.

Wenn sich aber das unangenehme Kribbeln im Bauch und die allgemeine Furcht vor Bohrgeräuschen, typischen Praxisgerüchen und anderen Begleitumständen zu einer übergroßen Angst steigern, sollte der Patient einen Fachmann aufsuchen, der sich speziell mit solchen krankhaften Angstzuständen beschäftigt. Bei den meisten Landeszahnärztekammern existieren Listen von auf diesem Gebiet ausgebildeten Experten.

Daneben gibt es heutzutage eine Reihe von Möglichkeiten, der Behandlungsangst auch während der Sitzung auf dem Zahnarztstuhl zu begegnen. Beispielsweise können der Einsatz von Sauerstoff oder Lachgas zur Beruhigung, gezielte Akupunkturverfahren, die zur Schmerzverringerung und Ausschaltung eines möglichen Würgereizes führen, oder in zunehmendem Maße auch Hypnosebehandlungen durch entsprechend ausgebildete Zahnärzte gute Erfolge zeigen.

Fachleute raten dazu, der Entstehung von Zahnbehandlungsängsten durch frühzeitige und regelmäßige Zahnarztbesuche vom Kleinkindalter an vorzubeugen. Bei den ersten Kontakten lernen Kinder die Praxis bzw. den Zahnarzt kennen. Sie gewöhnen sich an die regelmäßige Routineuntersuchung, mit der sich größere Zahnschäden und zahnmedizinische Eingriffe vermeiden lassen.

Eine echte Zahnbehandlungsphobie ist übrigens eine offiziell anerkannte psychische Krankheit. Daher tragen die Krankenkassen die Kosten einer ärztlichen Behandlung, wenn der entsprechende Arzt bzw. Psychotherapeut von der Krankenkasse zugelassen ist. Außerdem: Ist eine Behandlung wegen phobischer Zahnbehandlungsangst in lokaler Anästhesie nicht möglich, werden in bestimmten Fällen die Kosten für eine Vollnarkose von der Krankenkasse übernommen. Die Phobie muss aber von einem Fachmann attestiert werden. Denn das bloße flaue Gefühl im Magen vor einem Arzttermin ist weitgehend normal und ein weit verbreitetes Phänomen, das nicht vorschnell als krankhafte Phobie bezeichnet werden darf.

Deutsches Grünes Kreuz
Internet:  www.dgk.de




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse