CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

24.4.2012   |   Gesundheit

Allergien: Epidemie des 21. Jahrhunderts


Mit einer frühzeitigen Vorsorge können Eltern das Allergierisiko ihres Kindes deutlich senken.

Bild: Techniker Krankenkasse

Allergien sind nach Ansicht von Experten die Epidemie des 21. Jahrhunderts. Fast jeder dritte Deutsche leidet mittlerweile unter einer allergischen Reaktion – Tendenz steigend: Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) geht davon aus, dass 2015 schon jeder zweite Mensch in den Industrienationen eine Allergie haben wird. Laut einer Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) leidet bereits jedes sechste Kind in Baden-Württemberg unter einer Allergie.

Wie stark sich Allergien hierzulande ausbreiten, zeigen die Krankheitszahlen bei Kindern und Jugendlichen. In der Altersgruppe der bis zu 17-Jährigen sind Allergien eines der häufigsten Gesundheitsprobleme überhaupt: Bei rund einem Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben Ärzte schon einmal Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis festgestellt. Jungen sind etwas häufiger betroffen als Mädchen.

Damit nicht genug: Laut der so genannten KIGGS-Studie des Robert Koch-Instituts tragen mehr als vier von zehn Kindern und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren schon Antikörper  gegen 20 getestete Allergene in sich. Alleine in Baden-Württemberg würde dies auf über 640.000 Kinder und Jugendliche zutreffen. Das bedeutet, dass sie zwar noch keine Allergie haben, aber ihr Immunsystem bereits sensibilisiert ist. Damit ist fast jedes zweite Kind in Deutschland allergiegefährdet.

Mit einer frühzeitigen Vorsorge können Eltern das Allergierisiko ihres Kindes deutlich senken. Daher empfiehlt die TK-Landesvertretung in Baden-Württemberg, vor allem Kleinkinder vor starken Allergenen zu schützen, um so ihr Allergierisiko zu senken. Substanzen, die besonders leicht Allergien auslösen können, sind zum Beispiel Schimmel und Tabakrauch.

Behandelt wird der Heuschnupfen häufig mit Arzneimitteln. Meist kommen Antihistaminika oder die Cromoglicinsäure zum Einsatz. Gute Erfolge lassen sich auch mit der sogenannten Hyposensibilisierung erzielen. Dabei werden dem Körper über mehrere Jahre hinweg geringe Mengen der Stoffe unter die Haut gespritzt, die die allergischen Reaktionen auslösen. Dem Körper wird so die Überempfindlichkeit gegen die Allergene abgewöhnt. Etwa 700.000 Kassenpatienten in Baden-Württemberg haben diese Behandlung im vergangenen Jahr in Anspruch genommen.

Die sozialen und wirtschaftlichen Kosten durch Allergien sind schon jetzt enorm. Viele Menschen können beispielsweise ihren Beruf nicht mehr wie gewohnt ausüben oder müssen ihn wegen einer Allergie ganz aufgeben. Schulkinder können sich laut ECARF bei Heuschnupfen bis zu 30 Prozent schlechter im Unterricht konzentrieren. Den volkswirtschaftlichen Schaden durch Allergien schätzt die ECARF in der Europäischen Union mittlerweile auf 100 Milliarden Euro jährlich.

Quelle: Techniker Krankenkasse

Weitere Artikel zum Thema

Heuschnupfenzeit: Die Pollen sind los! – Tricks gegen die schlimmsten Anfälle

Niesen, Husten, Atemnot: Während sich die einen aufs Frühjahr und die ersten Sonnenstrahlen freuen, beginnt für andere die schlimmste Zeit im Jahr. Rund 16 Prozent aller Menschen in Deutschland leiden am sogenannten „Heuschnupfen“, einer Allergie gegen Pollen beziehungsweise Blütenstaub. Mit kleinen Tricks lassen sich die schlimmsten Anfälle abmildern.

Projekt Kita-Check – Kitas im Allergie-Check

Deutscher Allergie- und Asthmabund überprüft KindergärtenDer Deutsche Allergie- und Asthmabund widmet sich mit dem Projekt Kita-Check den kleinsten Patienten mit einem weit reichenden Konzept. Beim Kita-Check wird die Allergen- und Schadstoffbelastung der jeweiligen Kitas überprüft, Eltern werden per Fragebogen zum Gesundheitszustand der Kinder befragt und die Mitarbeiter der Kita zum Umgang mit Allergien

 




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse