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06.4.2012   |   Dioxin Skandal

Dioxin-Eier: Weitere Teile des Legehennen-Betriebes im Kreis Minden-Lübbecke gesperrt


Ursache der Belastung mit dioxinähnlichem PCB weiter unklar

Neue Untersuchungen von Bio-Eiern bestätigen Belastung – Boden- und Wasserproben genommen

Das Land NRW hat den Kreis Minden-Lübbecke angewiesen, alle Teile des Legehennen-Betriebes, bei dem dioxinähnliches PCB in Bio-Eier festgestellt wurde, zu sperren. Während die Ställe mit Bio-Erzeugung bereits seit 2. April gesperrt sind, wurden jetzt im Sinne des vorsorgenden Verbraucherschutzes auch Ställe mit konventionell gehaltenen Legehennen gesperrt und Proben dieser Eier genommen.

Hintergrund ist, dass die Ursache der Belastung der Bio-Eier weiter unklar ist. Bei der erneuten Untersuchungen der Bio-Eiern sind wieder hohe Werte an dioxinähnlichem PCB festgestellt worden. Die erlaubten Höchstgehalte bei den am 3. April genommenen Proben sind um das Doppelte, bzw. Dreifache überschritten. Das zeigt, dass es weiterhin eine aktive Quelle auf dem Eier-Hof geben muss.

Behörden in Niedersachsen haben das Futtermittel eines niedersächsischen Lieferanten, das auf dem Hof verwendet wurde, untersucht. Dabei sind laut Mitteilung der Behörden in Niedersachsen keine Belastungen aufgefallen. Die Suche nach der Quelle läuft weiter auf Hochtouren. Experten des LANUV und des zuständigen Kreises sind weiterhin auf dem Hof und haben Boden- und Wasserproben genommen. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in der kommenden Woche erwartet. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen Bio-Eier mit dem Erzeugercode 0-DE-0521041 nicht verzehren. Diese Empfehlung gilt für sämtliche Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD).

Auch bei zwei Direktvermarktern in Duisburg, bei denen erhöhte Dioxin-Werte in Eiern festgestellt wurden, liegen neue Untersuchungsergebnisse vor. Bei beiden Betrieben wurden die erlaubten Höchstgehalte für Dioxin deutlich überschritten. Beide Höfe sind seit 5. April gesperrt, es dürfen keine Eier mehr verkauft werden. Die Ursache der Belastung ist weiterhin unklar.

Das Verbraucherschutzministerium NRW veröffentlicht die Stempelnummern belasteter Eier weiterhin im Internet unter www.umwelt.nrw.de . Anhand der Stempelnummer auf den Eiern können die Verbraucherinnen und Verbraucher nachvollziehen, ob sie mit Dioxin belastete Eier gekauft haben oder nicht. Alle weiteren Untersuchungsergebnisse werden zeitnah auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht.

Informationen zu Dioxinen in Lebensmittel sind zu finden auf den Internetseiten des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) unter  www.bfr.bund.de. Informationen zu den aktuellen Fällen in NRW unter www.umwelt.nrw.de.

 

 

Sollten sie Eier mit diesem Stempel besitzen, informieren sie uns bitte (dioxin@cleankids.de) über deren Ursprung, bzw. wo diese gekauft wurden.

 

Die Namen der Betriebe bzw. die Stempelnummer lauten:

1. Belastung mit dioxinähnlichen PCB
Bio-Eier eines Hofes in Nordrhein-Westfalen
Eier waren im Handel in: Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz
Stempelnummer 0-DE-0521041

2. Überschreitung Dioxin-Grenzwerte
Der Direktvermarkter hat 120 Legehennen und produziert Bio-Eier.
Eier waren im Handel in: Nordrhein-Westfalen
Stempelnummer 0-DE-0521991

3. Überschreitung Dioxin-Grenzwerte
Der Direktvermarkter hat 150 Legehennen und erzeugt konventionell Eier ohne Stempelnummer. Zur Warnung der Verbraucherinnen und Verbraucher muss daher der Name des Betriebs veröffentlicht werden.
Eier waren im Handel in: Nordrhein-Westfalen
Betrieb “AWO Ingenhammshof”

 




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