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21.3.2012   |   Kindersicherheit

Österreich: 16 Prozent der Kinder im Auto gänzlich ungesichert


ÖAMTC-Erhebung: Im Bundesländervergleich sichern 84 Prozent der Oberösterreicher ihre Kinder richtig, jedoch nur 43 Prozent der Vorarlberger

Bild: ÖAMTC

Wenn es hektisch wird, vergessen manche Österreicher auf die richtige Sicherung ihrer Kinder im Auto, fasst ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger eine aktuelle Erhebung des Clubs zusammen. Denn diese ergab: 16 Prozent der Kinder sitzen völlig ungesichert im Auto, weitere 24 Prozent sind ungenügend, d.h. nur mit einem Fahrzeuggurt gesichert. Erhoben wurde vor Volksschulen, Kindergärten und Einkaufszentren.

Typische Szenarien während der Erhebung: „Beim Aussteigen muss es schnell gehen, die Schultaschen bleiben auch im Auto gleich am Rücken oder kugeln ungesichert auf der Rückbank herum und die Kinder sitzen neben dem Kindersitz“, so Seidenberger. Auch der Kindersitz bietet oft keinen ausreichenden Schutz, weil viele darin nicht angeschnallt sind. Deshalb appelliert die ÖAMTC-Expertin: „Hektik und Zeitdruck sollten auch auf kurzen Fahrten keinesfalls zu Nachlässigkeit bei der Kindersicherung führen.“

Im Bundesländervergleich zeigte sich, dass am häufigsten die Kinder in Oberösterreich (85 Prozent) richtig gesichert waren, gefolgt von der Steiermark (84 Prozent), Kärnten (80 Prozent), Tirol (69 Prozent), Salzburg und Wien (jeweils 58 Prozent), dem Burgenland (55 Prozent) sowie Niederösterreich (49 Prozent). Die schlechteste Kindersicherung während der Erhebung zeigte sich in Vorarlberg – nur 43 Prozent der Kinder waren richtig gesichert. Besonders auffällig dabei: War der Lenker nicht angeschnallt, war meistens auch das Kind ungesichert. Deshalb der Appell der ÖAMTC-Expertin: „Erwachsene müssen sich ihrer Vorbildwirkung bewusst sein und ihre Vorbildrolle unbedingt erfüllen.“

 

„Hinten rechts“ ist der beliebteste Platz für die Kleinsten

Bei 47 Prozent aller Beobachtungen war der Sitzplatz hinten rechts für die Kleinsten reserviert. ÖAMTC-Verkehrspsychologin Seidenberger erklärt: „Dieser Sitzplatz ist sowohl für das Kind als auch für den Lenker von Vorteil, weil man einander ‚im Blick‘ hat. Das erleichtert die Kontaktaufnahme zum jeweils anderen.“ Die wenigsten Kinder saßen auf dem mittleren Platz der Rückbank (fünf Prozent). Dieser Sitzplatz ist von außen schwerer erreichbar, was das Hineinheben der Kids in den Kindersitz kompliziert macht. Oft sind darüber hinaus die Sicherungsmöglichkeiten eingeschränkt. So haben ältere Fahrzeuge meist nur Beckengurte. Einzig in Salzburg war der Vordersitz der beliebteste Sitzplatz für das Kind – 33 Prozent nahmen am Beifahrersitz Platz.

 

„Hinten Mitte“ fahren 40 Prozent der Kinder ungesichert mit

Betrachtet man die Sicherungsart („gesichert“/“nur Fahrzeuggurt“/“ungesichert“) je nach verwendetem Sitzplatz, wird offensichtlich: Kinder, die vorne oder hinten mittig sitzen, sind am schlechtesten gesichert. Hinten in der Mitte waren den Club-Beobachtungen zufolge 40 Prozent der Kinder ungesichert. Auf dem Vordersitz waren 42 Prozent nur mit dem Fahrzeuggurt gesichert, „obwohl für diese Altersgruppe ein Kindersitz die sicherste Variante ist“, erklärt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

Die Werte für Österreich im Detail

 

Vorne saßen 18 Prozent (281) der Kinder, davon:  
im Kindersitz 38 Prozent (108)
nur Fahrzeuggurt 42 Prozent (117)
ungesichert 20 Prozent (56)
Hinten mittig saßen 5 Prozent (74) der Kinder, davon:  
im Kindersitz 38 Prozent (28)
nur Fahrzeuggurt 22 Prozent (16)
ungesichert 40 Prozent (30)
Hinten links saßen 30 Prozent (453) der Kinder, davon:  
im Kindersitz 59 Prozent (268)
nur Fahrzeuggurt 25 Prozent (115)
ungesichert 16 Prozent (70)
Hinten rechts saßen 47 Prozent (706) der Kinder, davon:  
im Kindersitz 71 Prozent (500)
nur Fahrzeuggurt 17 Prozent (121)
ungesichert 12 Prozent (85)

 

Details zur Erhebung

Zwischen 20. Februar und 8. März hat der ÖAMTC in allen österreichischen Bundesländern erhoben, wie es um die Sicherung der kleinsten Verkehrsteilnehmer in Autos steht. Insgesamt fanden 1.515 Beobachtungen statt. Augenmerk wurde auf drei Fragen gelegt: Wie sind die Kinder im Allgemeinen gesichert? Wo im Auto sitzen die Kinder? Auf welchem Sitzplatz sind die Kinder wie gesichert?

ÖAMTC-Tipps und Aktionen

Die Ergebnisse der Kindersitztests des Club findet man unter www.oeamtc.at/kindersitze. Beim Kauf eines Kindersitzes an den ÖAMTC-Standorten spart man den ganzen März lang 20 Prozent. Mehr Informationen zu dieser Frühjahrsaktion gibt es auch online unter www.oeamtc.at/club. Ein abschließender Tipp der ÖAMTC-Verkehrspsychologin: „Beim Kauf eines Kindersitzes am besten gleich die richtige Handhabung und Befestigung im Auto erklären lassen.“

 




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