Gefahr durch altersschwache Trampoline

Bald werden die Tage wieder wärmer und in den Gärten werden die eingewinterten Spielgeräte der Kinder aufgebaut. In den letzten Jahren haben sich viele Familien ein großes Trampolin für den Garten geleistet. Leider kommt es im Zusammenhang mit solchen Trampolinen recht häufig zu Unfällen, nicht selten auch mit schwereren Verletzungen. Viele davon landen auf dem Operationstisch. Nach Einschätzung von Klinikärzten führen Unfälle mit Trampolinen die Statistik an, noch vor Unfällen mit Inlineskatern und Rädern.

Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Niederbayern weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass natürlich neben einer Beachtung der Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung und einem vernünftigen Umgang auch beachtet werden muss, dass solche Trampoline und ihre Sicherheitsnetze einer unvermeidlichen Alterung unterliegen. Die Gartentrampoline stehen im Freien und sind Regen, Temperaturschwankungen und Sonne ausgesetzt. Gleichzeitig unterliegen die Teile des Trampolins beim Springen einer nicht unerheblichen Belastung. Während Metallteile mit der Zeit zu rosten beginnen und an Festigkeit verlieren können, leiden Teile aus Kunststoff und Kunststoffgewebe in der Regel unter der UV-Strahlung der Sonne. Ihre Elastizität und Festigkeit lässt nach. Sie können regelrecht brüchig werden. Auch tritt Verschleiß durch die Benutzung auf und zeigt sich z.B. im Brechen von Federn, Ausreißen von Einhängeschlaufen des Sprungtuches oder Beschädigungen der Randabdeckung.

Fatale Folgen kann es haben, wenn das Sicherheitsnetz durch die Alterung im Fall des Falles einfach reißt und sich der Schutz, auf den man sich verlassen hat, im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auflöst. Vor allem diese Sicherheitsnetze gaukeln nach längerer Gebrauchsdauer häufig eine falsche Sicherheit vor. Viele dieser Netze sind nicht über mehrere Jahre witterungsbeständig, werden porös und reißen bei einem Sturz unvermittelt. Dies kann bereits nach einer Saison der Fall sein!

Das Gewerbeaufsichtsamt empfiehlt daher allen Trampolinbesitzern die Teile des Trampolins beim Aufbauen und danach regelmäßig zu prüfen ob Beschädigungen erkennbar sind oder es Anzeichen für Altersschwäche gibt. Der Einfluss der UV-Strahlung der Sonne führt z.B. häufig zu einem Ausbleichen der Farben an Kunststoffen und Kunststoffgeweben. Merklich ausgeblichene Sicherheitsnetze sollten daher unbedingt vorsichtshalber ausgetauscht werden.

In jedem Fall sind die Angaben in der Bedienungsanleitung über Nutzungsdauer und gegebenenfalls Tauschintervalle der Teile des Trampolins zu beachten. Bei Fragen sollte man sich nicht scheuen sich an die Service-Nummer des Herstellers zu wenden.

Regierung von Niederbayern
www.regierung.niederbayern.bayern.de

 

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