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06.3.2012   |   Gesundheit

Der Frühling erwacht: Vorsicht Zecken! FSME-Erkrankungszahlen voriges Jahr gestiegen

(dgk) „Vom Eise befreit…“ ist die Natur. Es grünt und blüht und lockt uns nach draußen. Aber Vorsicht: Die Zecken warten schon! Überwintert haben sie im Laubstreu der Gärten und Wälder. Ab etwa 7 °C werden sie schon wieder aktiv und suchen ein Opfer, von dem sie etwas Blut saugen können. Dabei kann der „gemeine Holzbock“ Krankheitserreger auf uns Menschen übertragen, vor denen wir uns schützen sollten. Obwohl es gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eine wirksame Impfung gibt, sind die Fallzahlen im vergangenen Jahr wieder gestiegen.

Die ebenfalls durch Zecken übertragene bakteriell bedingte Borreliose lässt sich, wenn sie früh erkannt wird, gut behandeln. Gegen die durch Viren verursachte FSME jedoch gibt es keine Therapiemöglichkeiten. Jeder zweite FSME-Patient macht einen schweren Krankheitsverlauf durch.

Am heftigsten sind diejenigen betroffen, bei denen nicht nur das Gehirn, sondern auch das Rückenmark von den Viren befallen wird. Neurologische Funktionsstörungen wie Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen können die Folge sein. Patienten, bei denen das Rückenmark beteiligt ist, haben die schlechtesten Heilungsaussichten. Über 80 Prozent davon werden nicht wieder vollständig gesund. Je höher das Lebensalter desto größer ist das Risiko, einen schweren Verlauf durchzumachen. Eine Impfung ist deshalb gerade auch für Menschen über 50 besonders wichtig.

FSME-Fälle in Deutschland von 2001 bis Ende 2011

FSME-Fälle in Deutschland von 2001 bis Ende 2011

 

FSME 2011 gab es wieder mehr Fälle

FSME ist – anders als Borreliose – eine meldepflichtige Erkrankung. So kennt man die Fallzahlen gut, auch wenn sicherlich nicht jeder Fall erfasst wird. In den vergangenen zehn Jahren schwankten die Zahlen zwischen 236 (2007) und 547 (2006). Nach einigen rückläufigen Jahren wurde 2011 wieder eine deutliche Steigerung (413 Fälle) gemeldet.

 

FSME-Gefahr im Urlaub

Nicht nur beim Urlaub in den FSME-Risikogebieten hierzulande, wie z. B. in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen oder Thüringen, sollte auf einen FSME-Impfschutz geachtet werden, auch wenn es auf Reisen ins Ausland geht, kann man sich mit FSME-Viren infizieren. Ein besonders hohes Infektionsrisiko besteht in Russland, der Tschechischen Republik, Litauen, Estland und Lettland. Auch in Österreich ist die Übertragungswahrscheinlichkeit hoch. Vor allem nicht geimpfte Touristen sind gefährdet.

Wer bisher noch nicht geimpft wurde, sollte vor der Abreise zumindest zwei Impfungen erhalten. Wenn die Zeit drängt, genügt es, einen Monat vor dem Start in den Urlaub zu beginnen. Die zweite Impfung kann bereits 14 Tage nach der ersten Dosis gegeben werden. Etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfung ist man geschützt. Die Grundimmunisierung besteht insgesamt aus drei Impfstoffgaben. Die dritte Impfung kann aber auch erst nach dem Urlaub gegeben werden, die erste Auffrischimpfung nach drei Jahren. Die Impfung ist sehr gut verträglich. Impfkomplikationen bei der FSME-Impfung sind noch seltener als bei der Tetanus-Impfung.

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e. V. Internet: www.dgk.de

 

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