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27.2.2012   |   Produkttests

Kinderschuhe im Test – Häufig zu schmal geschnitten

Symbolbild – Bild: CleanKids

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in Österreich – etwa zu vergleichen mit Ökotest oder der Stiftung Warentest in Deutschland – hat in der aktuellen Ausgabe Kinderschuhe getetstet. Fazit: Der Großteil der getesteten Kinderschuhe ist zu schmal geschnitten

Selbst wenn für Eltern das Wichtigste an Schuhen die Passform und nicht das Aussehen sein mag: Am Ende eines langen Einkaufstages tragen viele Kinder „Plastikbomber“ in Pink mit Glitzersteinchen oder blinkende „Schuhmonster“.

Gerade aber Kinderschuhe sollten besondere Ansprüche erfüllen, denn die Knochen wachsender Kinderfüße sind weich und verformbar. Kinderfüße sind zudem – anders als Erwachsenenfüße – gegen Druck relativ schmerzunempfindlich. Daher können Kinder beim Probieren von Schuhen auch keine zuverlässige Auskunft geben, ob ihnen der ausgewählte Schuh passt. Der letzte Kinderschuhtest (KONSUMENT 9/2007) zeigte gravierende Mängel bei den Größenangaben auf: Häufig waren Kinderschuhe kleiner als angegeben. Auch wenn die 18 aktuell vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) getesteten Schuhe in der Regel nicht mehr kleiner sind als angegeben: Der Großteil der getesteten Kinderschuhe ist zu schmal geschnitten. „Da hilft es auch nichts, wenn der Schuh der Länge nach passt“, kritisiert VKI-Expertin Dr. Angela Tichy. „Aus orthopädischer Sicht sind die getesteten Kinderschuhe generell stark verbesserungswürdig: Bis auf Ausnahmen bieten diesem dem Kinderfuß wenig oder gar keinen Halt. Der fehlende Halt kann aber dazu führen, dass sich ein Senk- oder Spreizfuß entwickelt, der nur noch mit orthopädischen Einlagen ausgeglichen werden kann.“ Eine sehr gute Bewertung erhielten die getesteten Kinderschuhe von Superfit, Richter und GehGutiGut, die mit 70 bis 90 Euro zu den teuersten getesteten Modellen zählen.

„Verbesserungsbedarf sehen wir definitiv bei der Kennzeichnung der Schuhe. Selbst wenn der Kunde nun meist die Größe bekommt, die er verlangt. Die Angabe der Weite ist bei Kinderschuhen nach wie vor Minderheitenprogramm“, so Tichy. „Breite Füße brauchen aber breite Schuhe. Die nächste Größe zu nehmen bringt in diesem Fall nichts, da die Schuhe dann zu groß sind, der Fuß nach vorne rutscht und die Zehen gestaucht werden. Negativ überrascht hat uns auch, wie dünn die Sohle von manchen Kinderschuhen ist.“ Bei Testverlierer Agaxy – dem mit rund 10 Euro zugleich günstigste Schuh im Test – reichte bereits ein Rosendorn für einen Durchstich.

Details zum Test gibt es unter Test: Kinderschuhe 3/2012 sowie im März-KONSUMENT

Verein für Konsumenteninformation (VKI)
www.konsument.at

 

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