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17.2.2012 - Gesundheit - Kindersicherheit

Winterzeit – Erkältungszeit: Vorsicht beim Inhalieren – Verbrühungsgefahr!

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Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. warnt vor Inhalieren über Schüssel mit heißem Wasser

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit leiden viele Kinder unter Erkältungen. Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. warnt vor dem traditionellen Inhalieren von heißem Wasserdampf über einer Schüssel. Leicht kann die Schüssel umkippen oder mit dem Handtuch herunter gezogen werden. Schwere Verbrühungen sind die Folge.

Jedes Jahr verbrühen sich Kinder bei der traditionellen Inhalationsmethode, bei der Wasserdampf über einer Schüssel heißem Wasser und einem Handtuch über dem Kopf inhaliert wird. Groß ist die Gefahr, dass die Schüssel umkippt oder mit dem Handtuch beim Aufrichten vom Tisch gerissen wird und sich die heiße Flüssigkeit über das Kind ergießt. Schwerste Verbrühungen des Unterbauchs, der Oberschenkel und der Genitalien sind die Folge. Auch besteht die Gefahr, dass sich das Kind das Gesicht verbrüht, wenn der Wasserdampf zu heiß ist.

„Man sollte Kleinkinder nie über einer Schüssel mit heißem Wasser inhalieren lassen, da es dabei sehr häufig Verbrühungen gibt. Sicherer sind Nasenduschen oder standfeste Feucht-Inhalationsgeräte aus der Apotheke“, empfiehlt Dr. Nicos Marathovouniotis, leitender Oberarzt der Klinik für Kinderchirurgie an der Kinderklinik Amsterdamer Straße in Köln.

Auch ältere Kinder sind gefährdet, deshalb sollte man Kinder und Jugendliche grundsätzlich nie alleine inhalieren lassen. „Verbrühungen in der Unterbauch und Genitalregion sind für Kinder und Jugendliche sehr problematisch und belastend. Wir empfehlen auf die klassische Inhalationsmethode über der heißen Wasserschüssel zu verzichten“, so Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

 

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.:
Die Initiative wurde 1993 gegründet, arbeitet bundesweit und ist als gemeinnützig anerkannt. Der Verein berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Mit einem großen Kompetenznetzwerk im Hintergrund bleibt keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen. Ziel ist es, für jedes einzelne brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen. Mit jährlichen Seminaren gibt Paulinchen e.V. Hilfestellung in der Rehabilitationszeit und warnt mit Präventionskampagnen vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten und Flächen, sowie Brandbeschleunigern, Feuer, Strom und Säuren.

www.paulinchen.de




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