Oma und Opa im Kommen – Wie sich die Rollen von Großeltern verändert haben

Distanziert, Ersatzeltern, Spaß-Oma – die Rollen von Großeltern sind heute nicht mehr leicht einzuordnen. Aber: „Die  Beziehung zwischen Enkeln und Großeltern ist heute viel enger als noch in der Generation davor“, sagt der Familiensoziologe Prof. Dr. Francois Höpflinger aus Zürich im Apothekenmagazin „BABY und Familie“.

Zwar gibt es auch die Großeltern, die ihre Unabhängigkeit betonen, hauptberuflich Rentner sind und bewusst Distanz wahren. Doch beobachten Forscher das Anwachsen der Gruppe der „Spaßmotivierten“: Sie gehen mit den Enkeln Schlittschuhlaufen und spielen stundenlang mit den Kleinen Memory. So entlasten sie ihre eigenen Kinder und halten sich gleichzeitig aus deren Alltagsstress heraus.

Für die Eltern ist es wichtig, zu akzeptieren: „Das Bild von Großeltern, die allzeit verfügbar sind, ist überholt“, sagt die Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Elisabeth Schlumpf. Oma und Opa können in verschiedenen Rollen wichtig für die Familie sein. „Eltern und Großeltern sollten versuchen, ihre  Erwartungen in Übereinstimmung zu bringen“, sagt Schlumpf. „Sonst kommt es zu Enttäuschungen.“

 

Das Apothekenmagazin „BABY und Familie“ 2/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Apothekenmagazin „BABY und Familie“
www.baby-und-familie.de

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1 Antwort

  1. Tina sagt:

    Als ich klein war, haben meine Großeltern mich oft in den Kindergarten gebracht und auch wieder abgeholt. Heute ist das meistens nicht möglich, weil Oma und Opa auch (noch) arbeiten gehen. Ansonsten hat sich, glaube ich jedenfalls, schlicht die Einstellung der Großeltern über ihre Rolle geändert. Sie genießen die Position in der zweiten Reihe bei Erziehungsfragen, sie sind selbst aktiver in ihrer Freizeitgestaltung und beziehen die Enkelkinder dort gern mit ein und für viele ist es einfach ein wertvoller Teil des Familienlebens, sich mit den Enkeln zu beschäftigen. Familienleben ist heute nicht mehr selbstverständlich: die eigenen Kinder ziehen dem Job hinterher in Orte, die hunderte Kilometer von der Heimat entfernt sind. Viele arbeiten in Schichten, so dass sie selten als Familie an einem Tische zur gleichen Zeit essen.

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