Infektionen auf Frühchen-Stationen: Absolute Sicherheit gibt es nicht

Bremen, Hamburg, Passau – Städte, in denen Frühgeborene jüngst gefährlichen Bakterien ausgesetzt waren und teilweise auch daran starben. Die Erreger tragen, zumindest für Experten, nicht einmal exotische Namen: Klebsiellen, Escherichia coli, Enterobachter. Aber immer öfter trotzen sie den Antibiotika.  „Es ist einfach so, dass die Natur immer wieder versucht, neue Resistenzen zu entwickeln“, sagt Professorin Dr. med. Petra Gastmeier, Expertin für Krankenhaushygiene an der Charité in Berlin, im Apothekenmagazin „BABY und Familie“.

Es wird ein steter Kampf zwischen den Mikroben und der Wissenschaft bleiben. Gastmeier glaubt nicht, dass die Krankheitskeime irgendwann siegen, aber: „Deutlich besser als jetzt wird es allerdings auch nicht werden.“ 

Die tödlichen Vorfälle müssten in den Kliniken Mahnung sein, die Hygieneregeln noch strenger einzuhalten und Vorsorge sehr genau zu nehmen. In der Charité etwa werden Risikoschwangere auf gefährliche Keime getestet. Aber auch damit gibt es keine absolute Sicherheit.

„Wir können die Besiedelung der Kinder zwar nicht verlässlich verhindern“, sagt die Expertin. „Es bringt uns aber dazu, zusätzliche gezielte Präventionsmaßnahmen einzuleiten.“    

Das Apothekenmagazin „BABY und Familie“ 1/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Apothekenmagazin „BABY und Familie“ www.baby-und-familie.de

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