CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

12.1.2012   |   Ernährung - Schule & Kindergarten

DZG drängt auf glutenfreie Angebote in Kitas und Schulen


Glutenfreie Ernährung gerade bei zöliakiebetroffenen Kindern wichtig

Jeder 250. Deutsche ist nach Schätzungen von Zöliakie betroffen und sollte auf strikte glutenfreie Ernährung achten – also Produkte aus Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste oder Hafer meiden. Die Diagnose bedeutet eine grundlegende Umstellung der Ernährung. Vor allem Kinder benötigen eine längere Phase, um die Ernährungsumstellung zu verinnerlichen.

Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e. V. (DZG) sieht daher neben den Eltern auch die Kindertagesstätten und Schulen, die eine Ganztagsbetreuung anbieten, in der Pflicht. „Leider kommen die Einrichtungen dieser Verpflichtung nicht immer im erforderlichen Umfang nach“, kritisiert der DZG-Vorsitzende Dan Kühnau.

Mit Blick auf einen aktuellen Fall, in denen Eltern auf die entsprechende Versorgung ihres Kindes gerichtlich klagen, weist Kühnau darauf hin: „Es gibt gesetzliche Verpflichtungen im Sozialgesetzbuch, nach denen Kindergärten und Kindertagesstätten auch glutenfreie Ernährung für zöliakiebetroffene Kinder anbieten müssen. Umso unverständlicher ist es, dass sich manche Einrichtungen immer noch zieren oder sogar eine Versorgung gänzlich ablehnen.“

Gerade für Kinder sind die Verlockungen glutenhaltiger Produkte oftmals noch zu groß, so Kühnau. Deshalb sei es umso wichtiger, die strikte Einhaltung einer glutenfreien Ernährung gerade in den frühen Jahren zu gewährleisten. Sie spiele eine wichtige Rolle für die weitere Entwicklung der Kinder. Spätere Folgeschäden wie beispielsweise Osteoporose könnten so frühzeitig ausgeschlossen werden. Für Kindertagesstätten und Schulen stelle die Versorgung der Kinder mit glutenfreien Lebensmitteln kein Problem dar, denn längst gebe es in Deutschland eine Vielzahl von Catering-Unternehmen mit glutenfreien Gerichten im Angebot.

Zöliakie wird durch die Unverträglichkeit des Klebereiweißes Gluten verursacht und kann sich in vielen Symptomen zeigen. Sie reichen von Durchfall, Schlaflosigkeit, Müdigkeit bis hin zu Depressionen. Die einzige Therapie dagegen ist eine lebenslange glutenfreie Ernährung und damit ein Leben ohne herkömmlich hergestellte Lebensmittel wie Brot, Kuchen, Pizza, Nudeln oder Kekse. Aber diese Lebensmittel stehen seit langem auch aus Ersatzzutaten wie Mais, Reis, Hirse, Soja oder Buchweizen zur Verfügung. In den Regalen fast aller Supermärkte finden Zöliakiebetroffene ein großes Sortiment glutenfreier Produkte und Spezialitäten von Backwaren, bis hin zu Bier und Fertiggerichten.

 

Weitere Informationen zum Thema Zöliakie finden Sie unter www.dzg-online.de

 




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse