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23.12.2011   |   Familie & Erziehung

Wie Eltern die Sprachentwicklung ihrer Kinder fördern und überflüssige Therapien vermeiden können


Sprechen lernen nur möglich mit emotionaler Bindung!

Im vergangenen Jahr hat fast jeder vierte Junge im Alter von sechs Jahren eine Therapie beim Logopäden erhalten. Bei den Mädchen waren es 16,2 Prozent.* Tendenz stark steigend. „Die meisten dieser Therapien sind überflüssig, wenn Eltern die Sprachentwicklung ihrer Kinder von Geburt an fördern,“ so Dr. Josef Kahl, Pressesprecher der nordrheinischen Kinder- und Jugendärzte und Präventionsexperte des BVKJ. „Die meisten Kinder mit Sprachentwicklungsverzögerungen sind ja völlig gesund, sie hören gut und leiden nicht unter neurologischen Störungen.

Die Sprachentwicklungsstörungen sind also im Wortsinn „hausgemacht“, sie entstehen, wenn Kinder vor dem Fernseher geparkt werden, wenn sich Eltern zuwenig mit ihnen beschäftigen. Menschen können Sprache nicht durch TV-Berieselung lernen, sondern einzig durch liebevolle Zuwendung ihrer Bezugspersonen.

 

So können Eltern die Sprachentwicklung ihrer Kinder fördern

Sprechen lernen beginnt gleich nach der Geburt. Vor dem aktiven Sprechen entwickelt sich das Sprachverständnis. Sprechen und singen Sie also mit Ihrem Kind von Anfang an.

Greifen Sie die Lautäußerungen Ihres Kindes auf, sprechen Sie melodiös und deutlich: „Da-s ist ein Ba-ll.“

Fingerspiele, Klatschverse und Lieder wie „Backe, backe Kuchen…“ wecken Aufmerksamkeit und Freude an der Sprache.

Bauen Sie die ersten Wörter in immer wiederkehrende einfache Spiele ein:         – geben und nehmen         – verstecken und finden, etc.

Ebenfalls ideal für die Sprachentwicklung: gemeinsam Bilderbücher durchblättern und erzählen.

Gehen Sie mit Ihrem Kind so oft wie möglich auf den Spielplatz, in den Park oder in den Wald. Wenn es sich bewegt, lernt es ständig dazu und sein Wortschatz erweitert sich ganz automatisch.

Quälen Sie Ihr Kind auf keinen Fall mit öden Nachsprechübungen wie “Sag mal Ball“.

Lassen Sie Ihr Kind möglichst Vieles „selber machen“ und im Haushalt „helfen“. Begleiten Sie sein Handeln mit Kommunikation.

Machen Sie das Vorlesen zu einem alltäglichen Ritual, zum Beispiel vor dem Zubettgehen.

 

Wann sollten Eltern über eine Sprachtherapie nachdenken?

Bei Kindern, die im Alter von zwei bis drei Jahren noch gar nicht oder kaum sprechen, sollte der Kinder- und Jugendarzt zur Absicherung das Gehör untersuchen und eine neurologische Abklärung vornehmen.

Wenn das Kind mit 36 Monaten nur Ein- bis Zweiwortäußerungen beherrscht und ein für das Alter zu geringer Wortschatz mit eingeschränkter Verständlichkeit der Äußerungen auffällt, kann dieser Rückstand mit sprachtherapeutischer Hilfe maßvoll dosiert und stressfrei rechtzeitig aufgeholt werden.

*Aktueller Heilmittelbericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO)

 

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.          www.kinderaerzte-im-netz.de




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