CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

17.11.2011   |   Produkttests

Alle Jahre wieder – Spielzeug im Test


WECF fordert schnellere Nachbesserung der EU Spielzeugrichtline und bessere Selbstverpflichtung der Hersteller

Auch in diesem Jahr hat Stiftung Warentest kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäftes Spielzeug unter die Lupe genommen. Auch wenn die Stiftung Warentest rund die Hälfte der getesteten 40 Spielzeuge als „gut“ oder „sehr gut“ einstuft, sind viele von ihnen nach wie vor nicht sicher für Kinder.

So sind einige mit Nickel, Nonylphenol, Weichmachern (Phthalate) oder Schwermetallen belastet. Diese Stoffe können Allergien und Krebs auslösen, das Hormonsystem beeinflussen, die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen oder auch die Intelligenz mindern.

WECF (Women in Europe for a Common) tritt seit Jahren für einen besseren Schutz der Kinder vor gesundheitsschädigenden Chemikalien in Spielzeug ein und hat die Diskussion um die EU Spielzeugrichtlinie intensiv begleitet. „Spielzeug soll Freude und nicht krank machen“, so Alexandra Caterbow, Koordinatorin für Chemikalien bei WECF. „Es ist ein Skandal, dass die EU Spielzeugrichtlinie bisher noch nicht nachgebessert wurde oder in Deutschland strengere Regelungen getroffen wurden. Seit drei Jahren betreibt Verbraucherministerin Aigner eine Ankündigungspolitik, der keine Taten folgen. Der Spielzeugtest von Stiftung Warentest zeigt, dass es noch immer viele Hersteller gibt, die nicht freiwillig handeln.“

Für viele Stoffe sind die Regelung der EU Spielzeugrichtlinie nicht ausreichend wie zum Beispiel für CMR Stoffe, die krebserregenden, erbgut- und fortpflanzungsschädigend sind. Einige Schwermetalle dürfen sogar in höheren Dosen vorhanden sein als vorher. WECF fordert konkrete Maßnahmen zur Beseitigung von gesundheitsschädigenden Stoffen wie PAK, Weichmachern, Blei, Formaldehyd u. v. a. und eine Auskunftspflicht gegenüber den Verbrauchern.

Spielzeug ist die Produktkategorie mit den bei weiten meisten Rückrufen in der EU, seit Jahren. Gerade bei Spielzeug und allen anderen Kinderprodukten ist es notwendig, dass möglichst keine Schadstoffe enthalten sind, denn Kinder reagieren darauf empfindlicher als Erwachsene. Die Spielzeugindustrie leidet nicht an den hohen Anforderungen der Politik, sondern die Kinder an den geringen Standards und der mangelnden Selbstverpflichtung der Branche.

WECF setzt sich auf politischer Ebene für Verbesserungen ein und bemüht sich auch Verbraucher und Verbraucherinnen sensibel ohne Panikmache über Spielzeug aufzuklären. Mit Hilfe eines praktischen Pocket Ratgebers erhalten Eltern Tipps, worauf sie beim Einkauf von Spielzeug achten sollten.

Download des Pocket-Ratgebers als PDF >

 

 

WECF | Women in Europe for a Common Future

 

 




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