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10.11.2011   |   Gesundheit

Winterfüße: Leiden durch „tropische“ Bedingungen in Winterschuhen

(dgk) Eisfüße und Eisbein – das kennt jeder. Der Begriff „Winterfuß“ hingegen ist den meisten wohl nicht vertraut. Dabei steckt in so manchem Winterschuh auch ein Winterfuß – das von Fachleuten als „atopischer Winterfuß“ bezeichnete Phänomen ist gar nicht selten. Es ist auf eine gestörte Hautfunktion zurückzuführen und tritt – daher der Name – überwiegend in der kalten Jahreszeit auf. Denn wenn die Füße nicht mehr gut belüftet sind und in geschlossenen Schuhen schwitzen, kann die Haut im Bereich der Fußsohlen und Zehenkuppen trocken und schuppig werden. An besonders beanspruchten Stellen entstehen schließlich schmerzhafte Risse.

Mediziner gehen davon aus, dass es sich beim Winterfuß um eine Sonder- oder Minimalform des atopischen Ekzems (Neurodermitis) handelt. Andere Minimalformen sind beispielsweise eingerissene Ohrläppchen, Fingerkuppen oder Mundwinkel. Besonders häufig ist treten die Veränderungen an den Füßen bei neurodermitischen Kindern im Alter von zwei bis zehn Jahren auf. Aber auch Erwachsene, die außergewöhnlich stark auf Umwelteinflüsse reagieren, zum Beispiel Allergiker oder Menschen mit Neurodermitis, können betroffen sein.

 

Achtung: Hinter einem vermeintlichen Fußpilz kann ein Winterfuß stecken

Wer schuppende, rote Veränderungen an den Füßen beobachtet und auf einen Winterfuß tippt, muss vor einer Behandlung ausschließen, dass ein Fußpilz dahinter stecken könnte.

Denn der kann ähnliche Symptome hervorrufen. An Hand von mikroskopischen Untersuchungen und durch das Anlegen einer Pilzkultur kann der Hautarzt feststellen, was die Ursache der Symptome ist. Da es Hautpilze gern feucht und warm mögen, siedeln sie sich eher zwischen den Zehen an, beim atopischen Winterfuß treten die Risse und Hautveränderungen meistens zuerst an den Fußsohlen und den Zehenkuppen auf und gehen erst dann in den Zwischenzehenbereich über. Doch für den Laien ist es schwierig, diese kleinen Unterschiede auf den ersten Blick zu erkennen.

 

Gummistiefel sind nichts für kleine Patienten mit Winterfuß

Die Therapie des Winterfußes richtet sich nach der Ausprägung der Hauterscheinungen. In vielen Fällen reicht eine gute, leicht fettende Therapie mit Pflegesalben aus. Wenn sich die Risse entzünden, muss vielleicht eine antibakterielle Behandlung hinzukommen, und in seltenen Fällen kann auch eine Cortisonsalbe notwendig werden.

Wichtig ist, dass ein „Hitzestau“ an den Füssen vermieden wird und die Füße gut belüftet sind. Stiefel und Halbschuhe sollten daher so oft wie möglich ausgezogen werden. Auf Gummistiefel sollten vor allem Kinder mit Winterfuß völlig verzichten. Socken und Strümpfe aus kochfester Baumwolle sorgen für ein gutes Fußklima. Wer anfällig für Risse in den Füßen ist, sollte es erst gar nicht so weit kommen lassen, sondern die Füße vorbeugend mit einer regelmäßigen Hautpflege verwöhnen.

Bild Quelle „pusti-Fotolia.com“

Artikel: Autorin: Heike Stahlhut

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e. V.
Internet: www.dgk.de




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