UNICEF: Alle neun Minuten stirbt ein Kind an Tetanus

Während Tetanus in Deutschland fast nicht mehr vorkommt, sterben nach Angaben von UNICEF in den Entwicklungsländern noch immer täglich 160 Neugeborene an Wundstarrkrampf. Schwimmlegende Franziska von Almsick macht deshalb als Aktionsbotschafterin im Zeitraum von Oktober bis Dezember in TV-Spots auf den Kampf gegen Tetanus und die Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ von Pampers aufmerksam. Auch die Service-Club-Organisation Kiwanis International mit tausenden freiwilligen Mitgliedern unterstützt UNICEF im Kampf gegen Tetanus.

Weltweit sind 130 Millionen Mütter und ihre Babys in 39 Ländern von der gefährlichen Infektionskrankheit bedroht. UNICEF hat sich zum Ziel gesetzt, Tetanus bei Neugeborenen weltweit zu besiegen. „In der Zentralafrikanischen Republik habe ich Mütter getroffen, die ihre Kinder durch eine Tetanus-Infektion verloren haben. Ihre Geschichten haben mich sehr bewegt“, erklärt Franziska van Almsick. „Es ist leider Normalität, dass die Frauen teilweise Fußmärsche von zehn bis 20 Kilometern auf sich nehmen müssen, um in eines der Gesundheitszentren zu kommen, wo ihre Babys gegen Tetanus geimpft werden können.“

Neugeborene und Mütter in abgelegenen, ländlichen Gebieten haben kaum Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie wissen nichts über die Gefahr der Tetanus-Sporen und bringen ihre Kinder oft unter unhygienischen Bedingungen zur Welt. So kommt es häufig beim Durchtrennen der Nabelschnur mit unsauberen Klingen zur Infektion. Die Erreger vermehren sich im Körper und setzen einen Giftstoff frei, der das zentrale Nervensystem befällt und schmerzhafte, unkontrollierbare Muskelkrämpfe verursacht. Infizierte Neugeborene haben kaum Heilungschancen: 95 Prozent von ihnen sterben.

Nur zwei Impfdosen schützen gebärfähige Frauen drei Jahre lang gegen Tetanus. Nach drei Impfungen besteht der Schutz fünf Jahre. Alle Kinder, die sie in diesem Zeitraum zur Welt bringen, sind in den ersten beiden Lebensmonaten ebenfalls geschützt. UNICEF sorgt dafür, dass Frauen im gebärfähigen Alter geimpft werden und stellt Impfstoff und Kühlboxen für den Transport in entlegene Gebiete bereit. UNICEF bildet auch Hebammen aus und versorgt sie mit Plastikplanen, Seife, Nabelschnurklemmen und weiterem Material. Mit Theaterstücken und Postern informiert UNICEF die Mütter, wie sie sich und ihre Kinder schützen können.

Das Unternehmen Procter und Gamble („Pampers“) unterstützt das weltweite Impfprogramm von UNICEF seit 2006 – Kiwanis International seit diesem Jahr. Kiwanis International hat sich das Ziel gesetzt, in den kommenden vier Jahren 110 Millionen US-Dollar zu sammeln, damit Tetanus weltweit besiegt werden kann.

 

Das Reisetagebuch von Franziska von Almsick aus der Zentralafrikanischen Republik finden Sie auf www.unicef.de

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