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30.9.2011   |   Produkttests

ÖKO-TEST Buntstifte – Ein reines Minenfeld

Viele Buntstifte gehören nicht in Kinderhände. Das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST, das 20 verschiedene Marken eingekauft und ins Labor geschickt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass die Hälfte der Produkte „ungenügend“ ist.

Eine Packung Buntstifte hätte gar nicht verkauft werden dürfen: Denn im Lack der Idena Dreikantbuntstifte „Dickkern“ wurden mehr als 1.000 Milligramm des Pththalatweichmachers DiBP gefunden. Phthalate stehen im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und außerdem wie ein Hormon zu wirken. In der Umwelt werden Phthalate kaum abgebaut.

Die Idena-Stifte sind nicht die einzigen, die in der Kritik stehen: Die Qualität der meisten anderen ist ebenfalls grauenhaft. In einigen Produkten entdeckte das Labor Farbbestandteile wie aromatische Amine, die Krebs erregen können. Das gilt auch für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die teilweise sogar in erhöhten Mengen in den Stiften zu finden sind.

Immerhin zeigte Hersteller Bic, dass er sich seiner Verantwortung den Kindern gegenüber bewusst ist: Sein Produkt war als einziges frei von bedenklichen und umstrittenen Inhaltsstoffen.

ÖKO-TEST empfiehlt Eltern, Buntstifte aus naturbelassenem Holz zu kaufen. Denn Stifte, die mit einem Lack ummantelt sind, enthalten oft Weichmacher, wie der Test zeigt.

 

 

Aus dem Inhalt:

TEST Gewürze
Im Gewürzregal kommt die ganze Welt zusammen. Aber leider nicht nur in puncto Geschmack, sondern auch in Sachen Pflanzenschutzmittel. Die Ursache dafür ist, dass Gewürze sehr stark gemischt werden: Ein Paprikapulver kann sich zum Beispiel aus einer brasilianischen Sorte für den Grundgeschmack, einer Spur indischem Chili für die Schärfe und einer Portion ägyptischen, fruchtigen Paprika zusammensetzen. Und je mehr Grundzutaten es gibt, desto mehr verschiedene Pestizide können in ein Gewürz gelangen: ÖKO-TEST hat bis zu 15 davon in einem Produkt gefunden.

 

TEST Trinklerntassen
Trinklernbecher sind praktisch und robust, denn sie erleichtern den Kleinen den Übergang zum eigenständigen Trinken. Die gute Nachrichte ist, dass im Test die Mehrzahl der Produkte rundum in Ordnung ist. Die Becher enthalten nur Spuren von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK); bei einem Produkt waren die Mengen allerdings etwas erhöht. Ansonsten entpuppten sich aber alle Becher im Materialscreening als unauffällig: Weder Weichmacher noch Bisphenol A (BPA) oder Schwermetalle waren in den Produkten nachweisbar.

 

TEST Buntstifte
Kinder haben beim Malen über einen längeren Zeitraum direkten Hautkontakt mit Buntstiften. Oftmals nehmen sie diese auch in den Mund. Umso schlimmer ist es, dass die Produkte voller Inhaltsstoffe stecken, mit denen die Kleinen möglichst nicht in Berührung kommen sollten: Das Labor fand etwa aromatische Amine, den krebsverdächtigen Farbbaustein Anilin und den Phthalatweichmachers DiBP.

 

TEST Hochstühle
ÖKO-TEST hat untersucht, ob die Hochstühle kippen, wie leicht man das Kind rein und wieder raus bekommt, wie gut die Modelle mitwachsen, ob das Verstellen kompliziert ist und natürlich mit welchen Schadstoffen sie belastet sind. Das Ergebnis: Eines der teuersten Testprodukte war nicht kippsicher und andere zeigten im Sicherheitstest erhebliche Schwächen. Es gibt aber auch zwei „gute“ Stühle.

 

TEST Kissen
Einige Kissen haben es in sich. So fand das Labor in einem Produkt das Nervengift Permenthrin sowie Triclosan, das Allergien auslösen kann und in Verdacht steht, die Antibiotikaresistenz von Bakterien zu fördern. Trotzdem trägt das Kissen ein Öko-Tex-Label, obwohl seit 30. Juni 2010 Triclosan-haltige Produkte laut Öko-Tex-Kriterien nicht mehr erlaubt sind. Die ÖKO-TEST-Recherche hat ergeben, dass das Zertifikat einen Tag vor Inkrafttreten des Verbots erteilt wurde. Bei einem anderen Kissen verspricht der Hersteller einen reizfreien Schlaf, da es mit Silber-Partikeln versehen ist. Das ist jedoch überflüssig. Im Laufe der Zeit kann der Körper sogar silberresistente Bakterienstämme bilden und gegen Antibiotika resistent werden.

 

TEST Wolle
Stricken ist derzeit in. Passend zum neuen Trend hat ÖKO-TEST elf Mal Sockenwolle und elf Mal reine Schur- und Merinowolle für Pullover und Co. auf den Prüfstand gestellt. Dabei wurde die Wolle nicht nur auf bedenkliche Inhaltsstoffe, sondern auch auf deren Alltagstauglichkeit getestet. Das Ergebnis: Die Sockenwolle hat besser abgeschnitten als Schur- und Merinowolle. Denn in diesen waren unter anderem das Nervengift Permethrin und umstrittene halogenorganische Verbindungen zu finden. Vier Wollmarken zeigten sich besonders anfällig für Knötchen. Elf Wollmarken leierten aus und verzogen sich nach der Wäsche.

 

TEST Rheuma- und Sportlersalben
Bei leichteren Sportverletzungen versprechen eine Reihe von Gelen und Salben Abhilfe. Etliche wirken kühlend. Viele Produkte werden aber gleichzeitig zur Anwendung bei rheumatischen Beschwerden empfohlen und enthalten durchblutungsfördernde, erwärmend wirkende Substanzen. Diese können später helfen, den Stoffwechsel und damit die Heilung zu beschleunigen. Als geeignete Wirkstoffe mit einer belegten Wirksamkeit gelten die „nicht steroidalen Antirheumatika“ (NSAR). Nicht steroidal heißen sie, um sie von kortisonhaltigen Mitteln zu unterscheiden.

 

TEST Mousepads
Manche Mousepads sind schlichtweg Sondermüll: Im Produkt von Hersteller Hama fanden die Labore etwa giftiges Quecksilber. 16 der 18 Mousepads enthalten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Einige Stoffe dieser Gruppe sind krebserzeugend, die meisten riechen unangenehm. Ein Rossmann-Produkt aus Naturkautschuk ist zwar frei von Weichmachern, dafür enthält es große Mengen krebserregender Nitrosamine. Zwei Mousepads aus Leder weisen wiederum einen hohen Chromgehalt auf, der wohl vom Gerben stammt.

 

TEST private Krankenversicherungen
Ständige neue Preisschübe bei den Versicherungsbeiträgen verärgern viele Privatpatienten und lassen sich vor allem im Alter immer schwerer schultern. Dabei könnten sie in billigere Tarife wechseln, die nicht weniger leistungsfähig sind. Privatversicherte haben ein gesetzlich verbrieftes Anrecht darauf, doch die Versicherer erschweren ihnen den Tarifwechsel. ÖKO-TEST zeigt, wie man als Kunde bis zu 300 Euro sparen kann.

 

Das ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2011 gibt es seit dem 30. September 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro

www.oekotest.de




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