28.9.2011 - Bücher & Publikationen - Ernährung
Kulinarische Restetage: Arme Ritter und Co – nicht mehr ganz frisch auf den Tisch
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Aachen (fet) – Kulinarische Restetage sind kein Relikt aus Großmutters Zeiten, sondern auch heute noch lohnenswert, um Geld zu sparen und unnötigen Lebensmittelmüll zu vermeiden. Das neue Buch „Teller statt Tonne: Arme Ritter & Co nicht mehr ganz frisch auf den Tisch“ liefert hierfür leckere Rezeptvorschläge und praktische Tipps.
„Schocknachricht für Verbraucher: Lebensmittel bis zu 43% teurer!“ Auch wenn Medienberichte seltener so dramatisch formuliert sind, wie der einer bekannten Boulevardzeitung, begleiten uns Meldungen zu steigenden Lebensmittelpreisen durch das ganze Jahr. Sind Lebensmittel mittlerweile ein teures Gut? Der Blick in deutsche Biotonnen scheint eine andere Sprache zu sprechen. Hier sammeln sich über das Jahr in jedem Haushalt durchschnittlich Waren im Wert von etwa 500 Euro an. Dabei handelt es sich nicht nur um Knochen, die Innereien von Paprika oder Apfelgriebse. Auch genießbare Lebensmittel finden den Weg in den Müll: Bananen mit braunen Flecken, altbackene Brötchen und übrig gebliebene Nudeln vom Mittag. Sind Lebensmittel folglich noch zu preiswert, dass wir diese blindlings wegwerfen?
Es braucht keine große Kochkunst, sondern lediglich etwas Fantasie, um auch aus weniger frischen Nahrungsmitteln noch etwas Leckeres zu zaubern. So ist die braunbefleckte Banane die Grundlage für süße Bananenmilch oder mit anderen nicht mehr so knackigen Früchten für einen saftigen Smoothie. Trockenes Brot oder Brötchen fallen in den meisten Haushalten fast wöchentlich an. Hier gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten zum „sinnvollen Aufbrauchen“ – seien es Klassiker wie Arme Ritter, Serviettenknödel und Toast Hawaii oder Neukompositionen wie Falsche Pizza und Brotpfanne. Im Zweifelsfalle und bei Ideenmangel eignen sich die meisten Lebensmittel immer noch für Suppen oder bunte Restepfannen. Häufig bieten die kulinarischen Überbleibsel der Woche genug Zutaten für ein komplettes Tagesmenü, so dass es sich auch heute noch lohnt, einen Restetag wie früher bei Muttern einzulegen.
Weitere Möglichkeiten der sinnvollen Resteverwertung verrät das neu erschienene Buch „Teller statt Tonne: Arme Ritter & Co nicht mehr ganz frisch auf den Tisch“ von Marianne Reiß und Irina Baumbach (ISBN 978-3-8423-7963-3). Sie haben Hobby-Köche aus ganz Deutschland nach ihren Lieblings-Reste-Rezepten befragt. Das Ergebnis ist eine handliche kleine Sammlung alltagstauglicher Rezeptvorschläge: vom „Arme Ritte Spezial“ über Brotauflauf bis hin zum deftigen Wursttopf. Zur Abrundung gibt es zahlreiche Tipps und Informationen zur Lagerung frischer Lebensmittel, was das Mindesthaltbarkeitsdatum tatsächlich aussagt und ab wann Nahrungsmittel wirklich reif für die Tonne sind. Das Buch ist ab sofort für 6,90 Euro im Buchhandel oder im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich.
Redaktion: Dipl.troph. Christine Langer
FET e.V.
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