Fahrstühle laut TÜV mit vielen Fehlern – Mehr als jeder zweite Fahrstuhl in Hamburg hat Mängel

Danach waren im vergangenen Jahr von 18.000 untersuchten Aufzügen fast 10.000 Anlagen nicht in Ordnung. Die Mängelliste reicht von defekten Notbeleuchtungen bis hin zu kaputten Halteseilen, die einen Absturz verhindern sollen. 72 Mal forderte der TÜV Betreiber auf, Fahrstühle still zu legen. Ob das passiert, wird allerdings nicht kontrolliert. Besonders erschreckend sei aber die Zahl der schwarz betriebenen Aufzüge, so TÜV-Prüfer Axel Stohlmann:

O-Ton „Es gibt eine hohe Dunkelziffer von Anlagen, die nicht geprüft werden. Diese Anlagen sind weder den Überwachungsstellen noch den Behörden bekannt oder, sie wurden irgendwann mal vom Personentransport zum Gütertransport umgerüstet. Es sind mehrere Tausend Anlagen, vermuten wir.“

Bei guter Wartung spielt das Alter übrigens keine Rolle. Auch ob der Aufzug privat oder gewerblich genutzt wird, sagt nichts über den Zustand aus. Eher das Umfeld:

O-Ton „Ja, also man kann feststellen, dass in sozialen Brennpunkten Mängel verstärkt festgestellt werden, weil diese Anlagen nicht nur Umwelteinflüssen, sondern auch vor allem auch Vandalismus unterliegen.

Um Geld zu sparen, vernachlässigten auch große Immobiliengesellschaften die Kontrollen, so Axel Stohlmann. Andere meldeten ihre Aufzüge erst gar nicht an. Dabei sind die Gesetze eindeutig: Ein Aufzug muss jedes Jahr zum TÜV.

von Nicolas Lieven
 

NDR 90,3
Landesfunkhaus Hamburg
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