CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

01.9.2011   |   Produkttests

ÖKO-TEST therapeutische Säuglingsnahrung – Überflüssig und von zweifelhaftem Nutzen


Ein großes Problem ist außerdem, dass die Labors in einigen der Produkten den Fettschadstoff 3-MCPD-Fettsäureester gefunden haben. Im Tierversuch hat dieser die Nierenkanälchen verändert. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge für 3-MCPD überschreiten zwei Produkte sogar um mehr als das Zehnfache.

Besorgte Eltern, deren Säuglinge an Dreimonatskoliken, Blähungen, Spucken oder Durchfall leiden, können getrost auf teure therapeutische Spezialnahrung verzichten. Darauf macht das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST aufmerksam. Denn der Nutzen von Heilnahrung ist nicht belegt. Dazu kommt, dass in einigen Produkten Fettschadstoffe oder gentechnisch veränderte Substanzen stecken.

Zeigt beispielsweise ein Baby eine erhöhte Spuckneigung, ist das bei gesunden Säuglingen zunächst einmal nicht behandlungsbedürftig. Zudem ist die Wirkung der angedickten Spezialnahrung klinisch fragwürdig. Studien zufolge lässt sich zwar weniger Aufstoßen und Spucken feststellen, doch es sind im Schnitt nur geringfügige 0,6 Spuckereien täglich weniger.

Die gleiche Situation beim Durchfall. Die beiden Heilnahrungen im Test enthalten nur wenig oder keine Lactose; ein Produkt ist zudem mit Ballaststoffen angereichert. Das soll den Stuhl rasch normalisieren. Doch bei Durchfall geht es primär darum, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, etwa mit Glucose-Elektrolyt-Lösungen, um dann mit der normalen Kost fortzufahren. Das bedeutet, dass die Spezialnahrungen überflüssig und ohne Nutzen sind. Sogar kinderärztliche Fachgesellschaften sprechen sich gegen die Verwendung von Spezialnahrung bei Durchfall aus.

Ein großes Problem ist außerdem, dass die Labors in einigen der Produkten den Fettschadstoff 3-MCPD-Fettsäureester gefunden haben. Im Tierversuch hat dieser die Nierenkanälchen verändert. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge für 3-MCPD überschreiten zwei Produkte sogar um mehr als das Zehnfache. Dazu kommt, dass in drei Heilnahrungen auch noch gentechnisch verändertes Material steckt

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2011 gibt es seit dem 26. August 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Bildquellen: ÖKO-TEST

ÖKO-TEST Verlag
www.oekotest.de




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse