Mathilden Hospital Herford als erstes „Babyfreundliches Krankenhaus“ in Ostwestfalen ausgezeichnet

Bergisch Gladbach / Herford, den 20. Juli 2011 – Das Mathilden Hospital Herford erhält heute das Qualitätssiegel „Babyfreundliches Krankenhaus“. Kliniken mit dieser Auszeichnung verwirklichen die internationalen Betreuungsstandards von Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICEF. Gisela Meese, Geschäftsführerin der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“, überreichte die Auszeichnungsplakette im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung.

„Babyfreundliche Krankenhäuser vermeiden Routinemaßnahmen, die das Bindungsverhalten des Kindes stören könnten“, unterstrich sie. Auch fördere der intensive körperliche Kontakt beim Stillen die Beziehung zwischen Mutter und Kind. „Zusammen mit einer positiven Geburtserfahrung sind dies die besten Grundlagen für eine gesunde Entwicklung“, sagte Meese. Das Mathilden Hospital Herford gehört jetzt zu den 65 Babyfreundlichen Kliniken bundesweit und ist die erste Babyfreundliche Klinik in Ostwestfalen. Mittlerweile hat Nordrhein-Westfalen zehn Krankenhäuser mit diesem internationalen Prädikat und ist damit die Nummer Zwei unter allen Bundesländern.

 

Sehr erfreut über Auszeichnung / 24-Stunden-Rooming-in im Familienzimmer
 
„Wir sind sehr erfreut über diese internationale Auszeichnung, mit der das besondere Engagement unserer Abteilung bei der Betreuung von Mutter und Kind gewürdigt wird“, betonte Dr. Richard Wojdat, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe. Die Klinik verwirkliche die Anforderungen der „Zehn Schritte zum Babyfreundlichen Krankenhaus“ in der täglichen Arbeit. „In unseren Familienzimmern können Vater, Mutter und das Neugeborene rund um die Uhr zusammen sein“. Dies mache das Mathilden Hospital auch für junge Familien von außerhalb attraktiv.
„Gerade in den ersten Tagen verstärkt dieser ständige Kontakt, auch Rooming-in genannt, die Mutter-Kind-Bindung“, erklärte der Chefarzt. „So kann die junge Familie vom ersten Tag an zusammen bleiben, die Eltern lernen ihr Kind und seine Bedürfnisse gemeinsam kennen, und die Väter können ganz natürlich und bindungsfördernd in die Versorgung von Mutter und Kind einbezogen werden“. Auch werde im Haus besonderer Wert auf die perfekte Umsetzung der Stillrichtlinien gelegt.

 

Mitarbeiter bestens qualifiziert / hohe fachliche und persönliche Kompetenz

„Die Erfüllung dieser strengen Anforderungen ist eine zusätzliche Herausforderung für Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen“, betonte Sabine Mersch, Beauftragte für Qualitätsmanagement im Mathilden Hospital. Neben der täglichen Arbeit wurde das Personal über Monate in Theorie und Praxis der Stillförderung geschult. Beeindruckt zeigten sich daher die Gutachterinnen bei der Zertifizierungsprüfung von der hohen fachlichen und persönlichen Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Persönliche Bedürfnisse jeder Frau berücksichtigt / Häufig weite Anreise

„Allen Mitarbeitern der Geburtshilfe ist es besonders wichtig, die persönlichen Bedürfnisse jeder Frau ernst zu nehmen und zu berücksichtigen“, sagte der Chefarzt. Deswegen würden Mutter und Neugeborenes ihren Wünschen gemäß liebevoll versorgt. „Unsere Wöchnerinnen sind durchweg von der Betreuung begeistert, häufig haben sie sich das Haus gezielt ausgesucht, um ihr Kind bei uns zur Welt zu bringen“, unterstrich Dr. Wojdat abschließend.
 
 

Die WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“

WHO und UNICEF haben sich zum Ziel gesetzt, die erste Lebensphase eines Neugeborenen besonders zu schützen. Mit der gemeinsamen Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ haben sie ein Betreuungskonzept entwickelt, dem sich weltweit 20.000 Geburtskliniken angeschlossen haben. In Deutschland sind bereits 117 Geburts- und Kinderkliniken Mitglied der Initiative, 65 davon sind als „Babyfreundlich“ anerkannt. Nach aktuellen Studien begünstigen sie die Mutter-Kind-Bindung.

 

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WHO/UNICEF- Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ (BFHI) e.V.
www.babyfreundlich.org