Mecklenburg-Vorpommern: EHEC-Keim im Fluss Boize nachgewiesen

Im Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern wurde der EHEC-Keim ebenfalls in einem Gewässer nachgewiesen. Wie das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, wurde in einer Probe Oberflächenwasser EHEC nachgewiesen werden. Die Untersuchung im Nationalen Referenzlabor bestätigte aber, dass es sich nicht um O104/H4 – den für die gehäuften Erkrankungen verantwortlichen Erreger – handelt.

Unterdessen ist die Zahl der Infizierten in Mecklenburg-Vorpommern um 5 auf insgesamt 170 angestiegen. Die schweren Verläufe mit HUS sind weiterhin mit 37 Fällen zu verzeichnen.

Auch weiterhin werden in Mecklenburg-Vorpommern Umgebungsproben auf das Vorhandensein von EHEC untersucht, um mögliche Einschleppungsursachen zu erkennen und auszuschließen.

Dabei wird insbesondere auch Oberflächenwasser, das als Beregnungswasser genutzt wird, in die Probenahme einbezogen.

In den bisher untersuchten Proben (Rinderdung, Kompost, Brunnen- und Oberflächenwasser) war der am Ausbruchsgeschehen beteiligte EHEC-Typ O104/H4 nicht nachweisbar. In einer Probe Oberflächenwasser konnte allerdings EHEC nachgewiesen werden. Die Untersuchung im Nationalen Referenzlabor bestätigte aber, dass es sich nicht um O104/H4 – den für die gehäuften Erkrankungen verantwortlichen Erreger – handelt.

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus, empfiehlt dennoch allen Gemüseanbaubetrieben im Rahmen ihrer Eigenkontrollen das Beregnungswasser, insbesondere bei der Nutzung von Oberflächenwasser, auf EHEC untersuchen zulassen. „Bei einem positiven Nachweis von EHEC, auch wenn es sich nicht um O104/H4 handelt, ist die weitere Nutzung der Wasserquelle unverzüglich einzustellen, eine Reinigung der Beregnungsanlage durchzuführen und das beregnete Gemüse zu untersuchen“, so Backhaus.

Der Minister appelliert zugleich an die Verbraucher, Hygienemaßnahmen konsequent und dauerhaft einzuhalten. Neben der Personalhygiene sei besonderer Wert auf die Küchenhygiene zu legen.

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1 Antwort

  1. EHEC Alarm: Wilfried Soddemann warnt seit Jahren vor Infektionen durch Trinkwasser!
    EHEC und Sprossen: Trinkwasser in den nassen Keimlingen ist schuld!
    EHEC durch Fäkalien im Trinkwasser zum Keimen der Sprossen übertragbar!
    Oft Fäkalien im Trinkwasser:
    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit warnt: Legionellen immer im Trinkwasser, Fäkalkeime in bis zu 33% der Proben. Anderswo in Deutschland wird das nicht anders sein. Das Umweltbundesamt berichtet über viele Nachweise von coliformen Bakterien im Trinkwasser. Prof. Exner, Chef der Trinkwasserkommission vom Bundesgesundheitsministerium, hat oft Enterobacter cloacae im Trinkwasser aus Talsperren nachgewiesen. Das Veterinäruntersuchungsamt Krefeld hat in Trinkwasser in 20% der Proben Rotaviren gefunden. Der 1. Zwischenbericht Reine Ruhr in NRW betont wie auch der aktuelle Statusbericht die Belastung des Trinkwassers durch Viren. Trinkwasser enthält oft Bakterien, Parasiten und Viren. Liefern von Trinkwasser mit Krankheitserregern steht unter Strafe! Wasserwerke mit der üblichen Technik können Krankheitserreger nicht filtern oder abtöten. Trinkwasser muss mit der Ultrafiltration für 50 Cent je Person und Monat gefiltert werden.
    http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
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