CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

01.6.2011   |   EHEC

Gefährliche EHEC-Infektionen: Fünf Rheinland-Pfälzer betroffen


Solange die Ursache des aktuellen Ausbruchs noch nicht abschließend festgestellt ist, bleibt es bei den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und des Bundesinstituts für Risikobewertung, neben den üblichen Hygieneregeln vorsorglich bis auf weiteres Tomaten, Gurken und Blattsalate, die sich insbesondere in Norddeutschland auf dem Markt befinden, nicht roh zu essen

In Rheinland-Pfalz sind bisher fünf Menschen nach einer Infektion mit Enterohämorrhagischen Escherichia Coli-Bakterien (EHEC) am hämolytisch-urämischem Syndrom (HUS) erkrankt – ein bereits wieder genesener Junge aus dem Kreis Germersheim, eine 58-Jährige aus der Pfalz, eine 61-Jährige aus dem Kreis Trier-Saarburg, ein Junge aus dem Kreis Neuwied und ein 1939 geborener Mann aus dem Kreis Altenkirchen. Die Lebensmittelüberwachungsbehörden haben unterdessen ihre Kontrollen ausgeweitet.

Nachdem bisher vor allem spanisches Gemüse im Visier der Behörden stand, werden nun bei mehreren Großhändlern Proben von Gemüse und Obst aus Deutschland, insbesondere aus Rheinland-Pfalz entnommen und im LUA untersucht. Damit soll die Sicherheit rheinland-pfälzischer Produkte zusäztlich zu den Eigenkontrollen der Betriebe belegt werden.

Vor allem in Norddeutschland steigt die Zahl nachgewiesener Infektionen weiter rasant – auch in europäischen Nachbarländern wie Dänemark und Schweden. Die Suche nach der Infektionsquelle dauert an.

Aus Rheinland-Pfalz wurden dem LUA in diesem Jahr 45 EHEC-Infektionen gemeldet. Der weitaus größte Teil dieser Fälle steht allerdings nicht im Zusammenhang mit dem aktuellen Ausbruchsgeschehen, und die Erkrankungen hatten einen milden Verlauf. Die aktuell am HUS-Syndrom erkrankten Rheinland-Pfalzer haben sich nach bisherigen Erkenntnissen alle bei Aufenthalten in Norddeutschland angesteckt.

EHEC-Bakterien verursachen blutige Durchfälle. Betroffen sind überwiegend Erwachsene. Das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) kann sich als lebensbedrohliche Komplikation vor allem bei Kindern unter sechs Jahren, älteren oder abwehrgeschwächten Menschen im Anschluss an die Darmsymptome entwickeln. Es ist hauptsächlich gekennzeichnet durch eine Schädigung der Blutgefäße, der roten Blutkörperchen und der Nieren.

Risiken bestehen grundsätzlich bei Kontakt zu Rindern, Schafen, Ziegen und Wildtieren. Die Erreger können auch über unzureichend erhitztes Fleisch, auch Wildfleisch, Rohmilch, (Rohmilch)-Käse und Salat bzw. Gemüse übertragen werden.

Solange die Ursache des aktuellen Ausbruchs noch nicht abschließend festgestellt ist, bleibt es bei den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und des Bundesinstituts für Risikobewertung, neben den üblichen Hygieneregeln vorsorglich bis auf weiteres Tomaten, Gurken und Blattsalate, die sich insbesondere in Norddeutschland auf dem Markt befinden, nicht roh zu essen.

Menschen mit blutigem Durchfall sollten umgehend einen Arzt aufsuchen und gegenüber Kleinkindern und immungeschwächten Personen sehr strikte Hände-Hygiene einhalten. Ärzte sollten bei diesen Patienten einen EHEC-Nachweis (im Stuhl) anstreben, sie eng beobachten und sie bei ersten Anzeichen eines HUS an geeignete Behandlungszentren überweisen.

Labore und Ärzte sind nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, sowohl mikrobiologisch nachgewiesene EHEC-Infektionen als auch das Krankheitsbild des HUS (bereits bei Krankheitsverdacht) unverzüglich an das örtliche Gesundheitsamt zu melden. Das LUA bündelt die Meldungen aus Rheinland-Pfalz, wertet sie aus und gibt sie ans RKI weiter.

Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz
http://lua.rlp.de


Hygienetipps beim Umgang mit Lebensmitteln

Händewaschen mit Seife vor und nach Berührung mit Lebensmitteln
Obst, Gemüse und Salate sehr gründlich waschen und ggf. schälen
Küchenarbeitsmittel wie etwa Schäler, Schneidebretter, usw. gründlich reinigen
Gemüse derzeit nicht roh verzehren. Zwei Minuten Garen bei mindestens 70°C

Tomaten, Salatgurken und Blattsalate sollten weiterhin nicht roh verzehrt werden




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse