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31.5.2011   |   Allgemein - Schule & Kindergarten

Zum Internationalen Kindertag: „Machen Sie Kitas giftfrei, Frau Aigner!“ BUND demonstriert für Verbot von Weichmachern


Der BUND habe das Verbraucherschutzministerium schon vor geraumer Zeit über besorgniserregende Analyseergebnisse von Kita-Staubroben informiert. Viele Kommunen hätten bereits aufgrund von Meldungen über hohe Weichmacherkonzentrationen in Kitas ihre eigenen Einrichtungen dahingehend prüfen lassen.

Berlin: Anlässlich des morgigen Internationalen Kindertags (1. Juni) hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor dem Verbraucherschutzministerium für ein Verbot von gesundheitsschädlichen Weichmachern in Kitas demonstriert. Zusammen mit einer Gruppe von Kindern baute der Umweltverband direkt vor dem Gebäude des Ministeriums in der Berliner Wilhelmstraße eine Kita auf und stapelte belastete PVC-Produkte und Spielzeuge auf den Bürgersteig. „Machen Sie unsere Kitas giftfrei, Frau Aigner!“ war in großen bunten Lettern über der improvisierten Kita zu lesen.

Zugleich veröffentlichte der BUND Untersuchungsergebnisse von 160 Staubproben von Kitas aus ganz Deutschland. Die Laboranalysen zeigen, dass Kitas im Durchschnitt dreimal höher mit gesundheitsschädlichen Weichmachern belastet sind als normale Haushalte.

„Kinder müssen besser vor gesundheitsschädlichen Chemikalien geschützt werden“, sagte die BUND-Chemieexpertin Sarah Häuser. „Obwohl es bereits sichere Alternativen gibt, sind in vielen in Kitas eingesetzten PVC-Produkten immer noch Weichmacher enthalten. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner darf das Problem nicht länger aussitzen und muss gesundheitsgefährdende Weichmacher in allen Produkten verbieten, die im Umfeld von Kindern zum Einsatz kommen“, forderte Häuser.

Der BUND habe das Verbraucherschutzministerium schon vor geraumer Zeit über besorgniserregende Analyseergebnisse von Kita-Staubroben informiert. Viele Kommunen hätten bereits aufgrund von Meldungen über hohe Weichmacherkonzentrationen in Kitas ihre eigenen Einrichtungen dahingehend prüfen lassen. Trotz des dringenden Handlungsbedarfes habe es jedoch von Verbraucherschutzministerin Aigner bisher keinerlei Reaktion gegeben, kritisierte Häuser.

Weichmacher werden unter anderem mit verfrühter Pubertät, späteren Störungen der Fruchtbarkeit und Missbildungen der Geschlechtsorgane in Verbindung gebracht. Bei den analysierten Kita-Staubproben zeigte sich eine besonders hohe Belastung mit den Weichmacher-Phthalaten DINP und DEHP. Die Europäische Union hat DEHP bereits offiziell als fortpflanzungsschädigend eingestuft, für DINP steht dies noch aus.

Häuser: „Kitas und Eltern brauchen endlich Gewissheit, dass sie mit harmlos aussehenden Hüpfbällen, PVC-Böden, Turnmatten oder Regenjacken die Gesundheit der Kinder nicht länger aufs Spiel setzen.“

 

Die ausführliche BUND-Analyse von Kita-Stäuben finden Sie hier >>

 

Informationen zur BUND-Kampagne gegen Gift unter www.bund.net/zukunft-ohne-gift




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