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06.5.2011   |   Gesundheit - Haus & Garten - Kindersicherheit

Eltern aufgepasst: Jetzt ist Blütezeit vieler Giftpflanzen


Sollte doch einmal der Ernstfall eingetreten sein, heißt es „Ruhe bewahren“, dann Giftreste möglichst entfernen. Wichtig: kein Erbrechen auslösen und keine Milch trinken lassen!

(ck) – Mit Beginn der steigenden Temperaturen sind Kinder wieder viel im Freien. Spielplätze und Gärten werden von den Kleinen erobert und oftmals kommen Eltern und Großeltern dem Taten und Bewegungsdrang gar nicht hinterher. Der Frühling ist aber auch die Zeit der erwachenden Pflanzenwelt – und damit auch die der giftigen Vertreter.

Viele Kinder sind zum ersten mal selbst unterwegs, krabbeln oder laufen. Umso wichtiger ist es darauf zu achten, was denn alles von den Nachwuchsforschern entdeckt wird, denn die ganz Klienen nehmen gerne mal etwas in den Mund, nur weil es sooo schön Bunt leuchtet. Krokuss, Schneeglöckchen, Maiglöckchen, Christrose oder Schneerose, Buschwindröschen sind nur einige der ersten Blüten die sich zeigen. Doch sie sind auch allesamt giftig.

Achten Sie beim Aufenthalt im Freien darauf, daß vor allem Kleinkinder diese Pflanzen nicht in den Mund nehmen. Vermeiden sie nach Möglichkeit auch den Hautkontakt, denn einige der Giftpflanzen haben sog. Kontaktgifte, die schon beim Kontakt Hautreizungen auslösen können.

Was tun im Ernstfall?
Sollte doch einmal der Ernstfall eingetreten sein, heißt es „Ruhe bewahren“, dann Giftreste möglichst entfernen.

Wichtig: 
Kein Erbrechen auslösen und keine Milch trinken lassen!

 

Vorsicht bei diesen zehn zum Teil hochgiftigen Pflanzen

Blauer und gelber Eisenhut: wirksamste heimische Giftpflanze, giftig sind vor allem Samen und Wurzeln.

Bilsenkraut: giftig sind alle Pflanzenteile.

Engelstrompete: alle Pflanzenteile sind giftig.

Gemeine Eibe: äußerst giftig sind verzehrte, gekaute Nadeln, Zweige und Samen. Das rote Fruchtfleisch der Scheinbeere ist ungiftig. Keine Gefahr bei nur wenigen, unzerkauten Beeren.

Goldregen: giftig sind alle Pflanzenteile, höchste Giftkonzentration in den reifen Samen.

Herbstzeitlose: giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Samen. Achtung: leicht zu verwechseln mit Krokus und Bärlauch.

Oleander/Rosenlorbeer: giftig sind die Samen, vor allem die Blätter.

Rizinus/Wunderbaum: giftig sind die Samen, vor allem unzerkaut.

Stechapfel: alle Pflanzenteile sind giftig.

Tollkirsche: giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Früchte. Das Gift ist hochwirksam.

 

 

Wir haben hier einige wichtige Tipps für Sie zusammengestellt:

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Übersicht der wichtigsten Giftpflanzen mit Bildern und Kurzbeschreibungen

Was tun bei Vergiftungen?
Informationen und Rufnummern derGiftnotrufzentralen

Vergiftungsunfälle von Kindern verhindern
Pro Jahr vergiften sich in Deutschland rund 80.000 Kinder so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden müssen

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Eltern von Kleinkindern sollten bei der Auswahl von Pflanzen für den Garten darauf achten, dass nichts Giftiges im Einkaufswagen landet: Schon geringste Mengen einer Giftpflanze können bei Kindern vom Krabbelalter bis zum Alter von drei Jahren zu schweren Vergiftungen führen

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Bild: Jörg Hempel

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