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01.4.2011   |   Kindersicherheit

Hoch- und Etagenbetten: Absturzsicherungen sinnvoll einsetzen

Geschwister in einem Zimmer unterbringen oder optimal Schlaf-, Spiel- und Arbeitsplatz miteinander kombinieren: Als Möbel für Kinderzimmer sind Etagen- und Hochbetten besonders beliebt. „Beim Kauf sollten Eltern besonders auf Stabilität und Sicherheit der Betten achten“, rät Peter Birkmann, Experte für Kindermöbel von TÜV Rheinland. Außerdem empfiehlt er, im Geschäft ruhig einmal an den dort aufgebauten Betten zu rütteln und sich probeweise auf die unterste Stufe der Leiter zu stellen. So lässt sich schnell feststellen, ob das gewünschte Bett den Anforderungen standhält und ob die Sprossen eventuell zu schmal für die Kinderfüße sind.

Verfügen die Möbel über das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, wurde zudem von einem unabhängigen Institut wie TÜV Rheinland geprüft, dass sie dem festgelegten Sicherheitsstandard der Norm DIN EN 747 entsprechen. „Wer im Laden kein GS-Zeichen am Bett findet, erkundigt sich am besten beim Verkäufer danach, da manche Geschäfte die geprüften Möbel nicht auszeichnen“, sagt Birkmann. Von Möbeln ohne GS-Zeichen ist eher abzuraten.

Um Verletzungen vorzubeugen, empfehlen Experten den Eltern zudem, ihre Kinder erst ab etwa sechs Jahren im oberen Etagenbett oder im Hochbett schlafen zu lassen. Damit die Kinder nachts nicht aus dem Bett fallen, muss es über Absturzsicherungen, beispielsweise in Form von seitlich angebrachten Brettern verfügen. Als Richtwert gilt dabei eine Mindesthöhe von 16 Zentimetern ab der Oberseite der Matratze. Wesentlich höher sollten sie nicht sein, denn dann benutzen sie Kinder gern als Geländer. Dazu ist das Gestell jedoch nicht konstruiert und nicht stabil genug. „Die Höhe der Matratze kennzeichnen Hersteller durch eine Markierung am Bett, etwa einen Schlitz oder einen Aufkleber “, erklärt Birkmann. Auch die Benutzerinformation muss einen Hinweis darauf enthalten.

Beim Aufbau der Betten kommt es darauf an, dass sie nicht zu nah an Fenstern, Heizkörpern oder Steckdosen stehen. „Der Abstand zwischen Bett und Wand sollte außerdem entweder weniger als 7 Zentimeter oder mehr als 23 Zentimeter betragen“, sagt der Experte. „Sonst besteht die Gefahr, dass Kinder in die Lücke zwischen Bett und Wand hineingeraten und dort mit dem Kopf steckenbleiben.“

Ein weiteres Kriterium: Die Leiter sollte auf jeden Fall fest mit dem Bett verbunden sein, damit sie beim Rauf- und Runterklettern nicht verrutschen kann. Zusätzliche Antirutschbänder auf den Sprossen sorgen für sicheren Halt, zum Beispiel wenn Kinder auf Strümpfen die Leiter benutzen.

TÜV Rheinland
www.tuv.com




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