Nordrhein-Westfalen: Neue Analyseergebnisse bei Dioxin-Eiern

Bei Analyseuntersuchungen von Eiern und Putenfleisch in den Kreisen Warendorf und Minden-Lübbecke sind weitere mit Dioxin belastete Eier festgestellt worden. Der EU-Grenzwert von 3 pg (Pikogramm) Dioxin pro Gramm Fett wurde allerdings bis auf eine Ausnahme nicht erreicht. Die Messwerte lagen zwischen 0,27 und 2,55 pg pro Gramm Fett. Damit sind die Eier und das Putenfleisch rechtlich wieder verkehrsfähig. Die Sperrung von zwei Betrieben mit insgesamt 5 Ställen aus dem Kreis Minden-Lübbecke und einem Betrieb mit einem Stall aus dem Kreis Warendorf wurde aufgehoben. Eine Ei-Probe aus einem Stall eines dritten Betriebs aus dem Kreis Minden-Lübbecke liegt knapp über dem Grenzwert und wird durch eine Nachuntersuchung bestätigt. Dieser Betrieb bleibt bis auf weiteres gesperrt.

Die NRW-Landesregierung will jetzt die Aufklärung forcieren und wird auch die Handelsströme von eventuell belasteten Futter- und Lebensmitteln überprüfen. Dazu zählt auch, dass möglicherweise belastete Lebensmittel derzeit bis zum Handel zurückverfolgt werden.

Mittel- und langfristig sind gesundheitliche Schädigungen durch den Verzehr dioxinbelasteter Lebensmittel nicht auszuschließen. Dioxine gelten unter anderem als Krebspromotoren. Eine akute Gefährdung durch den Verzehr geringer Mengen Dioxin ist aber nicht zu erwarten.


Hrsg: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt,
Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen – Pressereferat
Schwannstraße 3, 40476 Düsseldorf
Internet: www.umwelt.nrw.de

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