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10.12.2010   |   Kindersicherheit

Kinder- und Jugendärzte fordern: „Helm auf beim Schlittenfahren!“


„Die Verletzungsgefahr beim Rodeln wird von Erwachsenen oft übersehen,“ so BVKJ-Präsident Dr. Wolfram Hartmann

Anders als beim Skifahren sind beim Schlittenfahren Kopf- und Gesichtsverletzungen häufig, vor allem bei den Kindern. Kleine Rodler fahren oft ungebremst in Hindernisse – gegen einen Baum, in einen Felsen –  oder sie schlagen auf der harten Piste oder auf einem Stein auf. Der Berufsverband der Kinder und Jugendärzte (BVKJ) fordert daher Eltern auf: „Lassen Sie Ihr Kind nicht ohne Helm Schlitten fahren!“

„Die Verletzungsgefahr beim Rodeln wird von Erwachsenen oft übersehen,“ so BVKJ-Präsident Dr. Wolfram Hartmann. „Während vor dem Skifahren erst einmal der Skikurs steht, geht’s beim Rodeln meist gleich los – oft ohne die Strecke gut genug zu kennen. Viele Eltern lassen ihr Kind auf völlig ungeeigneten Rodelgeräten oder sogar auf Plastiktüten rodeln, die das Kind nicht lenken kann. Wenn Eltern mit rodeln, setzen sie ihr Kind meist vor sich hin. Auch dies ist gefährlich. Bei einem Aufprall wird das Kind durch den zusätzlichen Druck von hinten geradezu in das Hindernis geschleudert.


Der BVKJ appelliert daher an alle Eltern:

Lassen Sie Ihr Kind nicht auf vereisten oder zu steilen Pisten rodeln.

Achten Sie darauf, dass das Gelände reichlich Auslauf hat, auf dem der Schlitten zum Stehen kommen kann! Dass weder Spazierwege noch Straßen kreuzen!

Setzen Sie Ihr Kind beim gemeinsamen Rodeln hinter sich!

Achten sie auf adäquates Schuhwerk, das eventuelle Bremsmanöver und leichte Stöße aushalten und abfangen kann.

Vor allem aber: Helm anziehen. Geeignet sind alle Helme, die den ganzen Kopf, vor allem auch die Seiten schützen. Fahrradhelme oder Inlinerhelme sind eher ungeeignet.“


BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.         
Mielenforster Straße 2
D-51069 Köln

www.kinderaerzte-im-netz.de




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