CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

01.12.2010   |   Ernährung

Mein Gemüse ess‘ ich nicht!“: Studie zeigt Weg zur Steigerung des Gemüseverzehrs von Kindern


So einfach wie der Studienaufbau, so unüberraschend das Ergebnis. Denn die Kinder aßen insgesamt mehr Gemüse, wenn sie Möhren als Vorspeise geknabbert hatten

(aid) – Trotz besseren Wissens essen die meisten Deutschen zu wenig Obst und Gemüse. Über 80 Prozent der Erwachsenen und bald ebenso viele Kinder in Deutschland erreichen nicht die empfohlene Aufnahmemenge der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Insbesondere Kinder lassen sich oft nur schwer zum Gemüseessen bewegen. Auf umso größeres Interesse stößt daher eine US-amerikanische Studie, derzufolge der Gemüseverzehr bei Vorschulkindern gesteigert werden konnte, wenn sie als ersten Gang Gemüse serviert bekamen.

Vor dem eigentlichen Mittagessen durften 51 Vorschulkinder im Alter von drei bis sechs Jahren von einer vorher festgelegten Menge roher Möhren so viel essen, wie sie wollten. Für diese Vorspeise hatten sie zehn Minuten Zeit. Im Anschluss wurde dann der Hauptgang gegessen. Dieser bestand aus Makkaroni mit Käse, gekochtem Brokkoli und Apfelsoße. Auch für den Hauptgang galt das ad libitum-Prinzip: Essen nach Belieben.

So einfach wie der Studienaufbau, so unüberraschend das Ergebnis. Denn die Kinder aßen insgesamt mehr Gemüse, wenn sie Möhren als Vorspeise geknabbert hatten. Die Brokkolimenge, die die Kinder zum Hauptgang aßen, sank durch die Intervention nicht. Trotz der zusätzlich aufgenommenen Möhren, stieg aber auch die Energieaufnahme der Kinder nicht signifikant an. Grund dafür ist, dass die Essensmenge insgesamt konstant blieb. Nudeln mit Käse wurden also durch Gemüse ersetzt, das per se weniger Kalorien hat.

Die Wissenschaftler sehen hierin einen möglichen Weg, um Kinder zu einem höheren Gemüseverzehr zu bringen. Das hängt vermutlich mit den unterschiedlichen sensorischen Eigenschaften der beiden Gemüsearten zusammen: süßliche, knackige Möhren und warmer, eher weicher Brokkoli. Aber auch das Fehlen von Alternativen zu den Möhren zum Beginn der Mahlzeit war vermutlich ein wichtiger Faktor. Ob diese Strategie auch zuhause funktioniert, ist aus der Studie nicht herauszulesen. Einen Versuch ist es allemal wert.

Sandra Thiele, www.aid.de


aid infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0
Internet: http://www.aid.de
E-Mail: aid@aid.de




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse