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28.11.2010   |   Gesundheit

Zu viel Antibiotika für Kinder


Infekte bei Kindern lassen sich in vielen Fällen ohne die Keimkiller behandeln

Kinder bekommen viel zu oft Antibiotika verschrieben. Fast jedes zweite Kind unter zehn Jahren erhält beim Arztbesuch ein Mittel gegen eine Infektion mit Bakterien, berichtet das Apothekenmagazin „BABY und Familie“ unter Berufung auf eine Studie von Dr. Sascha Abbas von der Universität Köln.

Abbas wertete eine Stichprobe von 47000 Krankenversicherten aus. Die Ärzte verschrieben Antibiotika vor allem gegen Atemwegs- und Mittelohrentzündungen. Doch diese lassen sich in vielen Fällen auch ohne Antibiotika behandeln.


Die Wirksamkeit von Antibiotika steht außer Frage und ist in vielen Fällen lebensrettend. Der organisierte Einsatz von Antibiotika zur Krankheitsvorbeugung und Leistungssteigerung in der Tiermast wird von Medizinern abgelehnt. Der unkritische Einsatz von Antibiotika bei viral bedingten Infektionen und Entzündungen der oberen Atemwege oder z.B. der Nasennebenhöhlen ist aufgrund der Wirkungslosigkeit von Antibiotika gegenüber Viren in der Regel sinnlos und kann verstärkt zur Resistenzentwicklung von Bakterien beitragen. Aus diesen und weiteren Gründen muss die Indikation für jede Antibiotikatherapie individuell entschieden und verantwortungsvoll gestellt werden. Dies wird im englischen Sprachraum auch als „antibiotic stewardship“ bezeichnet. (wikipedia.de)


Apothekenmagazins „BABY und Familie“
www.baby-und-familie.de
Wort & Bild Verlag
Tel.: 089/7 44 33-123
E-Mail: presse@wortundbildverlag.de




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